Autobahnausbau

Erfolg für Gemeinden entlang der A4: Erdwälle werden verschoben

Die Erdwälle seien damals als Landschafts- und Lärmschutz gebaut worden. Wegen des Ausbaus werden sie nun verschoben. (Archiv)

Die Erdwälle seien damals als Landschafts- und Lärmschutz gebaut worden. Wegen des Ausbaus werden sie nun verschoben. (Archiv)

Die Erdwälle, die vor rund 20 Jahren beim Bau der Nationalstrasse A4 im Zürcher Weinland erstellt wurden, verschwinden nicht. Das Bundesamt für Strassen wollte diese für den vierspurigen Ausbau der Autobahn ersatzlos entfernen. Nun werden sie verschoben.

Darauf haben sich Bund, Kanton und Gemeinden geeinigt. In den nächsten Jahren wird der Nationalstrassenabschnitt zwischen Winterthur Nord und Kleinandelfingen auf vier Fahrstreifen ausgebaut. Die momentane zweispurige Verkehrsführung genügt den Anforderungen bezüglich Verkehrsfluss und -sicherheit nicht mehr.

Die betroffenen Gemeinden im Weinland wehrten sich im Rahmen des Plangenehmigungsverfahrens mit Einsprachen gegen den Rückbau der Erdwälle. Diese seien damals als Landschafts- und Lärmschutz gebaut worden, was auch heute noch opportun sei, argumentierten sie. Durch die Wälle sei die Autobahn zudem optimal in die Landschaft eingebettet worden.

Nach verschiedenen Gesprächen haben die Gemeinden, der Kanton und der Bund sich nun geeinigt, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Montag heisst. Adlikon, Andelfingen, Henggart, Hettlingen, Humlikon, Kleinandelfingen und Neftenbach erreichten mit ihrem Widerstand, dass die Erdwälle neu erstellt werden müssen.

Erdwälle werden verschoben

Die Parteien haben am Montag eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Die Verhandlungspartner verpflichten sich darin, die Projektierung, Bewilligung, Finanzierung und Erstellung der Wälle ausserhalb des laufenden Plangenehmigungsverfahrens durchzuführen. Die Wälle werden also dem Ausbau entsprechend verschoben.

Die vier Gemeinden Adlikon, Henggart, Hettlingen und Humlikon müssen jeweils für ihr Gemeindegebiet die entsprechenden Projekte erstellen. Sie sind für die kommunalen Baubewilligungen zuständig, der Kanton für die kantonalen. Die Projekte werden öffentlich aufgelegt.

Das Bundesamt für Strassen (Astra) übernimmt anschliessend die rechtskräftig bewilligten Bauprojekte und setzt diese um. Das Astra beteiligt sich an den Erstellungskosten in der Höhe der Auslagen, die bei einem Rückbau sowieso entstehen würden. Ausserdem übernimmt das Bundesamt die Kosten für den Unterhalt der Wälle.

Die Autobahn A4 war von Anfang an durchgehend mit vier Fahrstreifen geplant. 1973 hatte der Bundesrat den Bau genehmigt und den Kanton mit der Projektierung beauftragt. Die betroffene Bevölkerung hatte das Projekt aber abgelehnt, weshalb es zunächst nur redimensioniert mit zwei Spuren realisiert wurde.

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