Schlieren

Eine Wanderung von Adventsfenster zu Adventsfenster

Am Stefanstag startete eine Gruppe beim Stürmeierhuus mit dem Ziel, die Adventsfenster in Schlieren der Reihe nach abzulaufen. Auch dieses Jahr kamen diese Orte der Begegnung wiederholt gut an.

Seit 1. Dezember sind in Schlieren liebevoll gestaltete Adventsfenster zu bewundern. Vor fünf Jahren wurde dieser schöne Brauch von den ortsansässigen Kirchen erstmals ausgeschrieben und realisiert. Neben der reformierten und der katholischen Kirchgemeinde sind die evangelische Gemeinde Limmattal, die evangelische Täufergemeinde sowie die Chrischona-Gemeinde mit eigenen Adventsfenstern vertreten. Auch das Sigristenhaus, das katholische Pfarreizentrum, sowie die Stadtbibliothek nahmen an der Aktion teil.

Mehr als die Hälfte von Privaten dekoriert

Doch mehr als die Hälfte aller Fenster wurde von privaten Personen fantasievoll dekoriert und ausgeleuchtet. Sie öffneten an ihrem bestimmten Tag ihre Wohnungen, Häuser oder Garagen für alle. Jedes Adventsfenster ist einem bestimmten Tag zwischen dem 1. und 24. Dezember zugeordnet. Berti Seewer von der Sägestrasse, ist in diesem Jahr mit dem Motiv «Sterntaler» dabei. An ihrem Tag der offenen Tür fielen jedoch keine Sterne vom Himmel, sondern dicke Regentropfen. Trotzdem seien rund 20 Personen zum vorweihnachtlichen Apéro mit Glühwein, Orangensaft und Guetzli gekommen, freut sie sich.

Doris Selimi hat zwar kein eigenes Adventsfenster erstellt, war jedoch bei einigen Privatpersonen sowie in der Bibliothek zu Gast. Aus der Fülle visuell reizvoller Objekte springt vor allem die farbenprächtigen Kunstwerke am Pfarreizentrum Uitikonerstrasse ins Auge, welche von Jugendarbeiterin Monica Lustinato geschaffen wurden. Die, wie überdimensionierte Scherenschnitte wirkenden Bilder lassen die Betrachter ins Innere hell erleuchteter Häuser blicken, in denen vorweihnachtliches Treiben herrscht. Auch das von Elisabeth Müggler und Walter Schläpfer gezeigte Bild ist farbintensiv und einem Kirchenfenster ähnlich. Irma Richiger hingegen hat sich eher fürs Monochrome entschieden. Bei ihr vermischen sich weisse Wolleschäfchen mit Watte-Schneeflocken und Winterlandschaft.

Suppe mit Wienerli

Das 24. Adventsfenster, mit dem Stern von Bethlehem, wurde von Konfirmanden gemacht und befindet sich am Stürmeierhuus, wo Jürg Wildermuth am Heiligen Abend Gastgeber war. Seine auf dem Vorplatz angebotene Suppe mit Wienerli fand reissend Absatz.

Die Adventsfenster hätten die Funktion von Begegnungsorten, man könne der Route folgen und treffe dabei immer wieder Leute. «Ich bin glücklich, dass uns, dank dieser Aktion, am Heiligen Abend verschiedene Menschen besucht haben, die sonst alleine gewesen wären», so der reformierte Pfarrer. Die Adventsfenster sind von 18 bis 22 Uhr erleuchtet und man kann sie meisten noch über den Jahreswechsel hinaus bewundern.

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