Dietikon

«Dietikon ist mein Rückzugsort»: So sehr hängt der Bachelor an seiner Heimat

Patric Haziri verrät, wieso ihm das Limmattal am Herzen liegt und weshalb er die grosse Liebe am TV sucht.

Es ist ein anstrengender Tag für Patric Haziri. Seit den frühen Morgenstunden beantwortet der Dietiker Fragen und posiert für Bilder. Doch auch nach dem zigsten Interviewtermin hat der 29-Jährige sein Lächeln nicht verloren. Vielleicht liegt es daran, dass er erst vor vier Tagen von den Dreharbeiten der achten Bachelor-Staffel nach Hause gekehrt ist. Braungebrannt und entspannt ist der begehrteste Junggeselle der Schweiz. Dabei ging der Rummel bei der Heimreise aus Thailand bereits los. «Eine Flugbegleiterin hat mich gefragt, ob ich der neue Bachelor bin und ob sie ein Foto mit mir machen kann», erzählt Haziri. Doch nicht nur das: «Mein Telefon ist explodiert.» Verwandte und alte Freunde hätten ihm geschrieben und sich vergewissert, ob er wirklich bei der Sendung mitmache. «Ich habe nur positive Rückmeldungen erhalten. Klar sagten einige, du spinnst. Aber nicht, weil sie es bös meinen», sagt Haziri.

«Hast du das wirklich nötig?»

Die Reaktion seiner Familie war etwas anders: «Hast du das wirklich nötig?, fragten meine Eltern. Doch weil sie wissen, dass ich eine neugierige Person bin, stehen sie hinter mir und unterstützen mich.» Haziri sieht das Ganze als Herausforderung. «Ich war gespannt, wie es ist, auf diese Art und Weise Liebe zu finden.» Zur Teilnahme ermutigt wurde er von gemeinsamen Freunden von Ex-Bachelor Raffael Beutl. «Ich habe davor ein paar Mal reingeschaut, die Sendungen aber nie intensiv verfolgt», gibt Haziri zu. Er habe versucht, sich selbst treu zu bleiben und sich vor der Kamera nicht zu verbiegen. «Mein Fokus ist es, der letzten Dame nicht nur eine Rose, sondern auch mein Herz zu geben», versichert er.

Der neue Bachelor ist ein waschechter Limmattaler. «Ich bin in Dietikon im Fondli aufgewachsen und habe dort die Schule besucht.» Darüber hinaus spielte er jahrelang bei den Junioren des FC Dietikon. Verwandt mit Naim Haziri, Spieler der 1.-Liga-Mannschaft, sei er jedoch nicht. Haziri hat kosovarische Wurzeln. «Mein Vater kam im Alter von 18 Jahren in die Schweiz und lernte meine Mutter in Zürich kennen. Sie kommt aus St. Gallen», erzählt er. 1994 gründeten seine Eltern eine Brezelfirma, die schweizweit Verkaufsstellen hat. Über die Jahre kamen Liegenschaften hinzu, wie etwa Mehrfamilienhäuser im Limmattal. Diese betreut Haziri. So hat sich der gelernte Detailhandelsfachmann und Kaufmann auch zum Immobilienverwalter ausbilden lassen.

Limmattalbahn-Baustelle nervt

Seit 2013 wohnt der Bachelor in seiner eigenen Wohnung in Dietikon. «Ich reise sehr viel. Dietikon ist mein Rückzugsort, wenn ich nicht unterwegs bin. Ich liebe mein Zuhause.» Von seinem Wohnort ist er angetan. «In Dietikon treffen Kulturen aufeinander. Die Stadt handhabt das nicht schlecht», findet Haziri. Die Lage empfindet er als weiteren Vorteil. «Man ist gut angebunden mit Autobahn und Bahnhof. Die Limmat und der Wald sind nah. Wir haben ein tolles Freibad und Einkaufsmöglichkeiten vor der Nase.» Einzig die Limmattalbahn-Baustelle vor seiner Haustüre sei momentan etwas nervig. «Pures Chaos ist das. Ich brauche manchmal eine Stunde länger, um nach Hause zu kommen.»

Was Haziri jetzt noch zu seinem Glück fehlt, ist eine Frau an seiner Seite. Seit einem Jahr ist er Single. Bisher hat er erst zwei Beziehungen geführt. Die längste dauerte elf Jahre. «Wir kamen mit 14 zusammen und waren bereits verlobt. Es wurde von uns erwartet so schnell wie möglich zu heiraten. Das wollte ich nicht.» Er habe die Welt bereisen und Abenteuer erleben wollen. 

In vier bis fünf Jahren könne er sich aber gut vorstellen, zu heiraten und Kinder zu machen. «Ich suche eine Frau mit Ausstrahlung, die weiss, was sie will.» Optisch stehe er auf sportliche Frauen, die auf ihr Äusseres achten. «Doch wichtiger sind mir die inneren Werte. Ich bin ein herzlicher und emotionaler Mensch. Loyalität und Vertrauen haben für mich Priorität.» Gespannt ist Haziri nun, wie er am TV rüberkommt. «Ich freue mich auf die erste Folge. Die werde ich entweder zu Hause in Dietikon mit Freunden und Familie oder an einem Public Viewing schauen.»

Autor

Sibylle Egloff

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