Nach-Weihnachten

Die Bevölkerung nahm Abschied von 60 Weihnachtsbäumen

In einem gemütlichen Rahmen genossen die Bevölkerung und der Feuerwehrverein Schlieren das Christbaumverbrennen.

Christbaumverbrennen

In einem gemütlichen Rahmen genossen die Bevölkerung und der Feuerwehrverein Schlieren das Christbaumverbrennen.

Auf dem Alten Reitplatz organisierte der Feuerwehrverein Schlieren zum zweiten Mal ein Christbaumverbrennen.

Ein rosa gefärbter Himmel, Lichterketten und Feuerstellen, die als Wärmespender dienten: Idyllischer hätte die Szenerie am späten Samstagnachmittag auf dem Alten Reitplatz in Schlieren nicht sein können. Anlass dafür bot das Christbaumverbrennen, das vom Feuerwehrverein Schlieren organisiert wurde.


«Nach den oftmals stressigen Feiertagen wollen wir mit dieser Veranstaltung einen gemütlichen Rahmen schaffen, der Gross und Klein nach draussen lockt», sagte Goran Topic, Präsident des Feuerwehrvereins Schlieren. Ausserdem möchte der Verein so die Feuerwehr der Bevölkerung näherbringen. «Der Anlass soll auch dazu dienen, dass sich die Feuerwehr mit den Besucherinnen und Besuchern treffen und man sich gegenseitig austauschen kann», erklärte Topic. Doch nicht nur der Feuerwehrverein stellte die Veranstaltung auf die Beine. Auch die Pfadi Limmattal war mit von der Partie und half tatkräftig mit.

Die Windrichtung ist beim Verbrennen wichtig

Um 16 Uhr standen bereits 50 Christbäume für die Verbrennung bereit. Bis zum Feuer-Spektakel kamen noch zehn weitere dazu. Auf was muss man achten, wenn man die Christbäume ins Feuer wirft? «Nach der Weihnachtszeit sind die Bäume sehr trocken, deshalb müssen wir Acht geben, auf welcher Windseite wir die Tannen ins Feuer werfen», erklärte Topic. Denn beim Einwurf ins Feuer entstehen grosse Flammen.


Bei der Verbrennung wird CO2 ausgestossen – angesichts des Klimajahres 2019 und den Forderungen der Klimajugend, scheint dies eine heikle Angelegenheit zu sein. Dem Feuerwehrpräsidenten ist dies bewusst, doch der geringe Ausstoss an Kohlenstoffdioxid würde der Umwelt nicht schaden, versicherte Topic. Von Neugierde getrieben, fand sich die Bevölkerung auf den Alten Reitplatz ein. Der Anlass zog aber nicht nur Christbaumbesitzerinnen und -besitzer an. So kam beispielsweise Janine Meienberg aus Schlieren mit ihrem Gottimeitli auf den Reitplatz, um das Feuer-Spektakel mit anzusehen. «Ich finde es schön, dass die Bevölkerung und der Feuerwehrverein zusammenkommen und mit einem Fest gemeinsam von den Schmuckstücken Abschied nehmen», sagte die 34-Jährige.


Viele besuchten den Anlass aus Neugier

Auch Markus Scherrer aus Dällikon, der zusammen mit seinen drei Kindern und seiner Partnerin Luzi Stucker die Veranstaltung besuchte, hatte in der Weihnachtszeit keinen Nadelbaum in seiner Wohnung stehen. «Das Christbaumverbrennen wurde in der Zeitung ausgeschrieben. Das hat uns neugierig gemacht», verriet der 36-jährige Familienvater und fügte an: «Wir wissen nicht, was uns erwartet.»


Die Christbäume wurden in der Abenddämmerung verbrannt. Bis dahin hatten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich mit Punsch und Glühwein aufzuwärmen. Für die Hungrigen gab es Bratwürste, die über den Feuerstellen grilliert werden konnten.

Céline Geneviève Sallustio

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Céline Sallustio

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