Schlieren

Das Wasserspiel feiert seine Vorpremiere – und der Countdown zum Schlierefäscht hat begonnen

Am Samstagabend konnte man das Wasserspiel auf der Lätschwiese beim Stadthaus ein erstes Mal bestaunen.

Anlässlich der Vernissage zum Jahrheft «Öises Schlierefäscht» kam schon Feststimmung auf – auch dank Männerchor und Wasserspiel.

Endlich ist sie da, die Woche, in der das zehnte Schlierefäscht beginnt. Einen ersten Vorgeschmack gab es schon am Samstagabend. Im Eventzelt auf der alten Badenerstrasse erwiesen viele Gäste OK-Mitglied Charly Mettier und dem von ihm verfassten neuen Schlieremer Jahrheft die Ehre. Dieses bietet einen interessanten Einblick in die 50-jährige Schlierefäscht-Geschichte. Fester Bestandteil dieser Geschichte ist unter anderem das Schlierefäscht-Lied von Werner von Aesch, das 1976 für Furore sorgte. An der Jahrheft-Vernissage gab der Männerchor Schlieren – der heuer eine Festbeiz betreiben wird – das Lied zum Besten. «Lass din suure Stei dihei! Chum as Fäscht und lupf dis Bei! Bis doch zfriede und nöd stuur, mach e chlini Beizetuur», lautet ein Teil des festfreudigen Textes.

Eine Tour gab es auch nach der Vernissage. Zuerst ging es zur Brunngasse. Dort hatten der Bündner Club 1889 und der Verein Historic Schlieren am Samstag ihre zwei Bahnwagen-Beizen für das Schlierefäscht aufgestellt: das Filisurer Stübli und der Wagen WR. 8952. Nachdem sich die Gäste die beiden Bijous der Schweizer Bahngeschichte angeschaut hatten, ging es weiter zur Lätschwiese. Dort steht das Wasserspiel. Offiziell eröffnet wird es am Freitag um 18 Uhr.

Am Samstag bei Tageslicht kam es aber bereits zu einer Vorpremiere. Danach ging die Kunde, dass es um 21 Uhr bei Dunkelheit nochmals gezeigt werde. Schnell war klar, dass viele diese Wartezeit in Kauf nehmen. Mit Wurst, Pommes frites, Bier und Wein von der Kurvebeiz gleich neben dem Wasserspiel kam auch gastronomisch Feststimmung auf. So erstreckte sich die Jahrheft-Vernissage, die kurz nach 18 Uhr begonnen hatte, bis in die Nacht. Das Warten lohnte sich, ist doch die Multimedia-Wassershow 2019 noch spektakulärer. Eine der Neuheiten sind Bilder, die auf das Stadthaus projiziert werden.

«Ich gratuliere Charly Mettier zu seiner tollen Leistung»

An der Vernissage erzählten zudem ehemalige OK-Präsidenten Anekdoten aus 50 Jahren Schlierefäscht. Zum Beispiel Peter Schnüriger, der 1979 Präsident war, als mit dem Schlierefäscht auch das 1151-Jahr-Jubiläum der Stadt Schlieren gefeiert wurde. Schnüriger erinnert sich zwar noch an vieles, aber mit dem Jahrheft kamen ihm noch mehr Erinnerungen. Auch deshalb empfiehlt er, ein Jahrheft zu kaufen. «Ich gratuliere dem Autor Charly Mettier zu seiner tollen Leistung», sagte Schnüriger.

Neben Schnüriger ergriff auch Kari Wälti das Mikrofon. Er war 1986 OK-Präsident. Wie schon Schnüriger wurde auch er vom damaligen Stadtpräsidenten Heiri Meier angefragt, das OK-Präsidium zu übernehmen. Das war nach einer Feuerwehr-Hauptübung. Speziell in Erinnerung ist ihm geblieben, dass 3500 Festabzeichen von der Stiftung Solvita in Urdorf hergestellt wurden. Allesamt wurden sie verkauft. Im Vorfeld sorgte die grosse Bestellmenge noch für Diskussionen. Ein OK-Mitglied beendete diese: Es sprach eine Defizitgarantie für allfällig nicht verkaufte Festabzeichen.

Diese Leistung war ein grosser Ansporn für das Fest-OK 1992, das unter der Leitung von Philipp Locher stand. 5000 Festabzeichen wurden bei der Solvita in Urdorf bestellt. Doch blieb man auf 2000 Zeichen sitzen. Dafür trumpfte das OK zum Beispiel mit 40 Prozent Frauenanteil auf. «Darauf bin ich heute noch stolz», so Locher. Auch die Tombola war 1992 ein Renner: Nach einem harzigen Start wurden am Festsonntag innert zwei Stunden 10'000 Lose verkauft, so Locher.

Schliermer-Wii gewinnt in einer Blinddegustation

Beim Fest 2011 feierte Rolf Wild seine Premiere als OK-Präsident. Er erinnert sich noch gut daran, wie im Vorfeld der Stadtpräsident Peter Voser dreimal zu ihm ins Büro kam, um ihn fürs Präsidium zu gewinnen. Als Feuerwehrkommandant habe er keine Zeit, sagte Wild. Beim dritten Mal sagte er unter der Bedingung zu, dass das Fest nicht mehr drei, sondern zehn Tage lang dauert. So nahm eine der vielen Schlierefäscht-Geschichten ihren Anfang, die nun ab Freitag ihre grosse Fortsetzung finden.

Dann feiert auch der Schliermer-Wii von Rita und Paul Burkhard seine Premiere. Jahrheft-Autor Charly Mettier hat ihn bereits probiert. «Bei einer Blinddegustation schloss der Schliermer-Wii bei allen Beteiligten am besten ab», machte er gluschtig.

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