Wahlen 2019

Das sind die 35 Zürcher Nationalräte — die Zürcher Delegation wird etwas weiblicher

Sieben Frauen wurden neugewählt: Die Männer bleiben in der kommenden Legislatur dennoch weiterhin in der Überzahl.

In den kommenden vier Jahren werden 19 Männer und 16 Frauen den Kanton Zürich im Nationalrat vertreten. Der Frauenanteil liegt damit leicht höher; beim letzten Wahlgang im Herbst 2015 waren 21 Männer und 14 Frauen gewählt worden. Auffällig ist dabei: Unter den neun Kandidierenden, die den Sprung nach Bern neu geschafft haben, befinden sich gleich sieben Frauen.

Gewählt wurden am Sonntag jene Personen, die auch weit vorne auf ihrer Parteiliste standen. Den grössten Sprung unter den Neugewählten machte dabei Andri Silberschmidt (FDP), der drei Plätze gutmachte.

Keine Chance hatte Christoph Mörgeli, der nach seiner Abwahl vor vier Jahren einen neuerlichen Anlauf auf der SVP-Liste wagte. Wurde er 2015 vom zweiten auf den 20. Listenplatz durchgereicht, strichen ihn die SVP-Wähler erneut häufiger als seine Kolleginnen und Kollegen vom Wahlzettel – er fiel vom 15. auf den 20. Listenplatz zurück.

(Grafik)

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Nicht zittern mussten hingegen die beiden bisherigen Zürcher Nationalräte der Grünen: Balthasar Glättli und Bastien Girod wurden von ihrer Partei zwar erst auf die Plätze drei und vier gesetzt. Die Spitzenplätze räumte die Partei zwei Frauen – Gewerkschafterin Katharina Prelicz-Huber und Parteipräsidentin Marionna Schlatter – ein. Glättli und Girod profitierten vom Bisherigen-Bonus und überholten die beiden Frauen wieder. Dank den Sitzgewinnen der Grünen fahren diese aber – wie auch zusätzlich noch Meret Schneider – aber ebenfalls nach Bern.

Fünf bisherige Nationalräte werden für die nächste Session hingegen nicht mehr nach Bern eingeladen. Als prominentestes Opfer (von Silberschmidt) gilt der Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes, Hans-Ulrich Bigler (FDP). Ebenfalls nicht wiedergewählt wurden Martin Naef (SP), Thomas Hardegger (SP), Claudio Zanetti (SVP) und Rosmarie Quadranti (BDP). Als halb abgewählt gilt Kathy Riklin, die nicht mehr für ihre CVP antrat, sondern sich als Spitzenkandidatin für die chancenlose christlichsoziale Vereinigung CSV aufstellen liess.

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