Schlieren

Bibliothekentipp: Sie geht gern auf Reisen ins Feenland

Die Schlieremer Bibliothekarin Saskia Eiermann verrät ihre Lieblings-Lektüre.

Die Schlieremer Bibliothekarin Saskia Eiermann ist begeistert von einem pointierten Märchen, das auch für Erwachsene viel zu bieten hat.

Saskia Eiermann macht in der Bibliothek Schlieren ein Berufspraktikum und ist eine wahre Leseratte. Selten sieht man sie ohne Buch, und wenn doch, dann liest sie Bücher auf ihrem Smartphone. Bei Chips und Popcorn kann sie nicht Nein sagen. Sie ist in der Pfadi aktiv, zeichnet mit Leidenschaft, mag Cosplay – das Nachstellen von Figuren aus Mangas, Animes oder Filmen und Videospielen – und sammelt Märchenbücher. Eines ihrer Lieblingsbücher ist «Die wundersame Geschichte von September, die sich ein Schiff baute und das Feenland umsegelte».

Wie bist Du auf dieses Buch gestossen?

Saskia Eiermann: Im Bücherbrocki habe ich immer wieder die Märchenabteilung durchstöbert, eines Tages habe ich «Die wundersame Geschichte von September, die sich ein Schiff baute und das Feenland umsegelte» entdeckt. Für mich hat das Cover nach einem modernen Märchen ausgeschaut, das hat mich angezogen. Zudem bin ich Fan von Büchern mit langen Titeln.

Was hast Du von diesem Buch erwartet?

Zuerst habe ich befürchtet, dass es eher ein Buch für kleinere Kinder sein könnte. Aber dann war ich positiv überrascht vom spannenden und eigenwilligen Schreibstil und natürlich von der Handlung. Es hat auch viele witzige Gedankenanstösse in der Geschichte

Um was geht es in dieser Geschichte?

Es geht um das Mädchen September; sie ist eben erst 12 Jahre alt geworden und hat ihr eintöniges Leben satt. Sie wird von der Figur Grüner Wind ins Feenland mitgenommen. Dort muss sie alleine klar kommen und trifft auf neue Gestalten, zum Beispiel auf den «Lindwurm A-bis-L»; seine Mutter ist übrigens eine Bibliothek. Bald merkt September, dass das Feenland von einer bösen Marquess unterdrückt wird. Trotzdem entschliesst sie sich, das Feenland zu bereisen, wo sie dann zur Heldin wird. Mehr möchte ich zur Geschichte nicht verraten, ich wünsche dem Buch möglichst viele Leserinnen und Leser.

Man merkt Dir Deine Begeisterung beim Erzählen an, wem würdest Du dieses Buch denn empfehlen?

Ich würde es vor allem Jugendlichen ab 12 Jahren empfehlen, aber auch Erwachsenen, denen die Kinderwelt nahe ist. Ich habe das Buch mit 18 Jahren zum ersten Mal gelesen und war hellauf begeistert. Es eignet sich zudem sehr gut zum Vorlesen, auch für kleinere Kinder. Ich finde, dass es viele amüsante Passagen hat, die einen an die fantasievolle Denkweise der eigenen Kindheit erinnern. In der Bibliothek habe ich nun gesehen, dass es noch einen Fortsetzungsband mit dem Titel «Die wundersame Geschichte von September, die unter das Feenland fiel und mit den Schatten tanzte» gibt. Ich kann es kaum erwarten, mit der Lektüre zu beginnen.

 *Monique Roth ist die Leiterin der Bibliothek Schlieren.

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