Neuerdings haben die Vereinsmitglieder des HC Dietikon-Urdorf die Möglichkeit, mit Helfereinsätzen oder durch die Übernahme von Vereinsämtern Punkte zu sammeln, um den Mitgliederbeitrag des Folgejahres zu senken. Den entsprechenden Entscheid fällte die Generalversammlung, die letzten Freitag als Freiluftversammlung abgehalten wurde. Mit nur einer Enthaltung wurde der Vorschlag angenommen.

Bereits im Mai hatte der Verein diese Idee vorgestellt. Als Vorbilder für das neue Reglement dienten der Fussballclub Urdorf und der Handballclub Horgen/Wädenswil, die ein ähnliches System bereits vor einigen Jahren eingeführt haben. Mit diesem Bonus-Malus-System soll für die Mitglieder ein Anreiz geschaffen werden, sich vermehrt ins Clubleben einzubringen. «Wir wollen erreichen, dass Mitglieder, die viele freiwillige Einsätze leisten, dafür belohnt werden», erklärt Philipp Albrecht, Kommunikationsverantwortlicher des HC Dietikon-Urdorf. Wer wenig leistet, zahlt einen dementsprechend höheren Beitrag. «Es ist legitim, wenn jemand nicht mithelfen will. Doch es ist fair, dass diese Person dann etwas mehr bezahlt», führt Albrecht aus.

Um den Mitgliederbeitrag von 400 Franken zu erreichen, ist eine bestimmte Sollpunktzahl vorgesehen. Aus dem Reglement geht auch hervor, welcher Einsatz mit wie vielen Punkten belohnt wird. Die Liste reicht vom Buffetdienst, der einen Punkt einbringt, bis zur Tätigkeit als Schiedsrichter, die mit acht Punkten belohnt wird. Durch zusätzliche Einsätze kann der Beitrag sogar noch weiter gesenkt werden. Allerdings können die Mitgliederbeiträge nicht vollständig kompensiert werden. Der Grundbetrag von 200 Franken kann gemäss Reglement nicht unterschritten werden. Das hat damit zu tun, dass der Verein nicht auch noch die Lizenzkosten tragen kann. Der HC Dietikon-Urdorf erwarte jedoch keine grösseren Veränderungen in der Vereinskasse, wie Philipp Albrecht bestätigt: «Ziel der neuen Reglementierung ist nicht etwa die Bereicherung des Vereins, sondern eine fairere Umverteilung der Beiträge.»

System basiert auf Vertrauen

Die Verantwortung, dass die absolvierten Dienste richtig eingetragen werden, legt der HC Dietikon-Urdorf in die Hände der Vereinsmitglieder. Abgesehen von einzelnen Stichproben, werden die Helfereinsätze auch nicht durch den Verein kontrolliert. «Das System soll auf Vertrauen basieren», meint Albrecht. Bei wiederholtem Missbrauch kann jedoch der Maximalbetrag von 600 Franken belastet werden.

Noch ist unklar, inwiefern sich das Beitragsreglement bewähren wird. «Möglicherweise muss das System nach einem Jahr angepasst werden», erklärt Albrecht. Er ist allerdings davon überzeugt, dass die neue Reglementierung trotz des erhöhten administrativen Aufwands für mehr Fairness sorgen wird.