Weiningen

Anbau an Weininger Gemeindehaus soll Platzproblem lindern

So könnte der Annexbau gestaltet werden.  (Visualisierung)

So könnte der Annexbau gestaltet werden. (Visualisierung)

Mit einem Provisorium will die Gemeinde Weiningen die Zeit bis zur Erweiterung des Verwaltungsgebäudes überbrücken. Die Gemeinde rechnet mit Kosten von 80 000 bis 90 000 Franken.

Das Weininger Gemeindehaus ist ein schmuckes Gebäude. Wie so viele andere Verwaltungsbauten leidet es aber unter einem besonderen Problem - dem Platzmangel. Mit einem provisorischen Annexbau rechts neben dem Eingang will sich die Gemeinde nun ein wenig Luft verschaffen. Derzeit befindet sich das Projekt in der Baubewilligungsphase.
Geplant ist, dass das Provisorium voraussichtlich in fünf Jahren wieder entfernt wird. Dann nämlich, wenn das Gemeindehaus erweitert worden ist. «Das Provisorium hilft uns, den Platzmangel einigermassen zu beheben. Wir werden aber nicht um eine Erweiterung des Gemeindehauses herumkommen», sagt Gemeindeschreiber Bruno Persano.

Die Gründe für den schon seit einigen Jahren herrschenden Platzmangel auf der Verwaltung sind vielfältig. «Das Gemeindehaus wurde 1997 umgebaut. Die Planungen dafür haben zwei Jahre vorher begonnen», so Persano. Seither sei die Gemeinde um rund 700 Einwohner gewachsen. Das führe automatisch zu mehr Aufwand. Überdies würden immer mehr Aufgaben vom Bund an den Kanton und von dort an die Gemeinden delegiert.

Annexbau statt Container

«Bei all diesem Mehraufwand ist es dem Gemeinderat immer wichtig gewesen, einen kundenfreundlichen Dienstleistungsbetrieb zu gewährleisten. Dazu gehört, dass sich sämtliche Abteilungen an einem Ort befinden und nicht über das Gemeindegebiet verstreut sind», so Persano.

Der Dienstleistungsgedanke sei auch bei der Planung des Provisoriums im Vordergrund gestanden, hält der Gemeindeschreiber fest. «Wir haben diverse Möglichkeiten geprüft und uns aus verschiedenen Gründen für den Annexbau entschieden.» Der geplante Anbau lasse sich durch den Ausbau eines Fensterrahmens einfach mit dem Gemeindehaus verbinden. «Die Mitarbeiter, die im Anbau arbeiten, sind dadurch trotzdem im Haus und können damit die angestrebte Kundenfreundlichkeit aufrechterhalten», sagt Persano. Das wäre mit einem Container, der hinter dem Gemeindehaus aufgestellt worden wäre nicht möglich. «Weil sich die Verwaltung in einem geschützten Ortszentrum befindet, hätten wir vom Kanton wohl ohnehin keine Bewilligung für einen Container erhalten», so Persano.

Andere Lösungen wären teurer

Auch die Auslagerung von Büros in gemeindeeigene Wohnungen sei diskutiert worden. «Diese Möglichkeit ist ebenfalls wenig praktikabel. Erstens wären nicht mehr alle Abteilungen am selben Ort zu finden. Zweitens müssten dafür separate Infrastrukturen und eigene EDV-Leitungsverbindungen geschaffen werden. Drittens würde das zu Mindereinnahmen wegen wegfallender Mieten führen», sagt Persano. Das alles würde in der Summe aller Ausgaben und Mindereinnahmen zu einem weitaus höheren Betrag führen, als die Erstellungskosten des geplanten Anbaus. Die Gemeinde rechnet für den Anbau mit Kosten von rund 80 000 bis 90 000 Franken.

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