Dietikon

2024 steigt das nächste grosse Stadtfest – kleinere Sommerfeste finden nun jährlich statt

Um ein attraktives Stadtleben zu fördern, plant die Stadt Dietikon regelmässig Feste. Künftig wird jedes Jahr gefeiert, doch erst 2024 steht wieder eine richtig grosse Sause an wie zuletzt 2018.

Das Dietiker Stadtfest versetzte im Spätsommer 2018 den Bezirkshauptort in einen feierlichen Ausnahmezustand und ist nicht nur vielen Dietikerinnen und Dietikern in guter Erinnerung geblieben. Bis die Stadt wieder für ein Wochenende zur Festmeile wird, ist Geduld gefragt: 2024 soll vom 30. August bis zum 1. September das nächste grosse Stadtfest stattfinden. Dies schrieb die Stadt am Freitag in einer Mitteilung.

«Wir wollten den Termin früh kommunizieren, damit sich die grossen Feste in der Region nicht in die Quere kommen», sagt Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP) auf Anfrage. So habe man sich im Vorfeld wegen der Terminfindung etwa mit den Nachbarn Schlieren ausgetauscht. Wird das Stadtfest wieder so erfolgreich wie 2018, soll es in Zukunft in einem festen Rhythmus durchgeführt werden, sagt Bachmann. Als möglicher Zeitabstand nennt er alle vier Jahre, sicher sei allerdings noch nichts.

Konzerte, Kunsthandwerk und Essen aus aller Welt

Die Bevölkerung muss aber nicht so lange warten, bis in Dietikon das nächste Fest steigt. Denn die Stadt plant, künftig jedes Jahr Anfang Juni ein Sommerfest durchzuführen. Wer Ende Juni 2019 am ersten Sommerfest mit Pasquale Aleardi & die Phonauten feierte oder sich an einem der vielen Essensstände verpflegte, weiss, was künftig auf ihn zukommt.

Die Sommerfeste sollen im Zentrum um den Kirchplatz jeweils ein Bühnenprogramm, Strassenauftritte von Kunstschaffenden und Kunsthandwerk aus verschiedenen Ländern bieten, schreibt die Stadt in der Mitteilung. Und natürlich darf eine grosse Auswahl internationaler Foodstände nicht fehlen. Langfristig will die Stadt aber nicht nur das Zentrum beleben, sondern auch die vielen Quartiere. Noch seien die Gedanken und Ideen dazu nicht spruchreif, sagt Bachmann.

Organisiert werden die Sommerfeste gemeinsam von den städtischen Verwaltungsabteilungen Integrations-, Jugend- und Kulturförderung – in Zusammenarbeit mit dem Verein «Dietikon bewegt». Die Termine für die nächsten Sommerfeste stehen schon fest. 2020 steigt die Sause am 5. und 6. Juni, 2021 wurden der 4. und 5. Juni ausgewählt und 2023 wird am 2. und 3. Juli gefeiert. Das Jahr 2022 fehlt in dieser Aufzählung bewusst. Weil im Dezember die Limmattalbahn mit einem grossen Fest eröffnet werden soll, verzichtet die Stadt auf ein Sommerfest. «Dietikon bewegt» wird die Bahn-Festivitäten ergänzen, die genaue Umsetzung muss erst noch geplant werden.

«Müssen überlegen, was uns ein solches Fest wert ist»

Wie stark die Feste die Stadtkasse belasten werden, ist noch nicht klar. «Ohne eine finanzielle Beteiligung der Stadt ist die Durchführung unmöglich», sagt Bachmann. Das werde beim Stadtfest sicher im Gemeinderat zu politischen Diskussionen führen. «Wir müssen uns überlegen, was uns ein solches Fest wert ist», so der Stadtpräsident.

Denn für Bachmann sind die Feste nicht nur Selbstzweck: «Sie verbinden Nationen, Kulturen und Generationen.» Neben der gelebten Integration bieten die Feste auch eine Plattform zum Austausch. Und nicht zuletzt findet Bachmann: «In einer grösseren Stadt wie Dietikon ist es auch wichtig, das Heimatgefühl und die lokale Verbundenheit der Menschen zu stärken.» Gerade bei den Sommerfesten sei das Resultat für die Stadt angesichts des verhältnismässig geringen Aufwands sehr positiv, sagt Bachmann mit Blick auf das erste Fest im Juni.

Zunächst will die Stadt auf die lokalen Vereine zugehen und sie in die weitere Planung mit einbinden. Sie sind laut Bachmann für die Durchführung der Feste unverzichtbar, ganz besonders für das grosse Stadtfest. Es sei wichtig, dass der grosse Freiwilligeneinsatz für die Vereine positiv ausfalle. Denn 2018 profitierten nicht alle gleichermassen vom Stadtfest. Die Stadt habe im Anschluss auch konstruktive Verbesserungsvorschläge erhalten, sagt Bachmann. «Den Vereinen verleidet es, wenn sie jedes Mal draufzahlen müssen.» Auch die Grundsatzfrage, wo genau gefeiert und wie das Festgelände aussehen wird, soll gemeinsam mit den Vereinen entschieden werden.

Trotz aller Festaktivitäten sei die Stadt auch immer auf private Initiativen angewiesen und will diese ermöglichen und unterstützen, sagt Bachmann. So begrüsse er private Anlässe wie das am Samstag stattfindende Quartierfest im Limmatfeld oder das anstehende Oktoberfest auf dem Kirchplatz sehr.

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