Unterengstringen

118'500 Franken ZKB-Bonus – so nutzt die Gemeinde die Sonderdividende

Der Gemeinderat wird alle Projekteingaben prüfen und die besten selektionieren.

Der Gemeinderat wird alle Projekteingaben prüfen und die besten selektionieren.

Zum 150-jährigen Bestehen verteilt die Zürcher Kantonalbank eine Sonderdividende an Gemeinden des Kantons Zürich. Die Gemeindeverwaltung in Unterengstringen damit veranstaltet einen Ideenwettbewerb für die Bewohner.

Alle Gemeinden des Kantons Zürich erhalten in diesem Jahr einen Zustupf von der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Zu ihrem 150-jährigen Bestehen verteilt die Bank insgesamt 150 Millionen Franken als Sonderdividende. Im Limmattal haben bereits viele Gemeinden bekanntgegeben, was sie mit den zusätzlichen Einnahmen anstellen wollen. Gestern hat auch Unterengstringen bekanntgegeben, wie der ZKB-Bonus in der Höhe von 118'500 Franken eingesetzt werden soll.

«Der Gemeinderat hat beschlossen, der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, konkrete Ideenvorschläge zur Verwendung der Jubiläumsdividende einzureichen», heisst es in einer Mitteilung.

Bis zum 30. April können Projektideen mit Kurzbeschrieb und Kosteneinschätzung schriftlich per Post oder E-Mail an die Gemeindeverwaltung geschickt werden.

Und dürfen nur von Bewohnern aus Unterengstringen stammen. Ansonsten habe die Gemeinde die Vorschläge bewusst nicht einschränken wollen, um der Kreativität freien Lauf zu lassen, so Wirth. Mit dem Geld könnten also auch mehrere kleinere Projekte realisiert werden.

Vor dem Wettbewerb kam schon die erste Idee

Am Ursprung des Ideenwettbewerbs standen konkrete Anregungen aus der Bevölkerung. Eine Gruppe Unterengstringerinnen und Unterengstringer hatte sich bei der Gemeinde mit dem Vorschlag gemeldet, den ZKB-Bonus in eine fixe Pumptrackanlage zu investieren. Das ist ein geschlossener, mit Wellen und Steilwandkurven versehener Rundkurs, der per Velo, Kickboard, Skateboard oder Laufrad befahren werden kann.

Dank eines Projekts des kantonalen Sportamts stand im vergangenen Juli während dreier Wochen eine solche Anlage bei der Schulanlage Büel.

Nachdem der Vorschlag eingegangen sei, habe der Gemeinderat auch der Fairness halber entschieden, einen richtigen Ideenwettbewerb aufzuziehen. So sollen alle die Chance erhalten, ihre Ideen als Konzepte niederzuschreiben und bei der Gemeinde einzureichen.

Ideen sammeln oder ­Rechnung aufbessern

Unterengstringen wendet sich nicht als erste Limmattaler Gemeinde wegen der Jubiläumsdividende an die Bevölkerung. In Oetwil und Geroldswil laufen ebenfalls Ideenwettbewerbe. Urdorf plant, mit seinen 300'000 Franken unter anderem einen virtuellen Dorfrundgang, neue Grillstellen und hilfreiche Webplattformen für die Bevölkerung zu schaffen. Oberengstringen dagegen will das Geld als Zustupf für die Feierlichkeiten des eigenen 1150-­Jahr-Jubiläums nutzen. In Weiningen und Schlieren fliesst es in die laufende Erfolgsrechnung. Das sei in Unterengstringen nie eine Option gewesen, sagt Wirth. Auch im Sinne der ZKB solle das Geld für Aussergewöhnliches eingesetzt werden.

Nach der Deadline am 30. April wird der Gemeinderat alle Projekteingaben prüfen und die besten selektionieren. Die ausgewählten Projekte werden dann an einer Gemeinderatssitzung ausgewertet und sollen anschliessend umgesetzt werden.

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