Leserbeitrag
ZSO Oberfreiamt im Einsatz für das Roth-Haus Muri

Marcel Siegrist
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Alljährlich führt das Schwerstbehindertenheim Roth-Haus in Muri ein einwöchiges Sommerferienlager durch. Für dieses Jahr haben sich die Wohngruppen 1 und 3 für das Lagerhaus Domino in Lungern entschieden. Insgesamt reisten 16 Klienten mit insgesamt 26 Betreuern nach Obwalden, um in der idyllischen Berglandschaft vor dem derzeit wunderschön grün leuchtenden Lungernsee eine Ferienwoche zu verbringen. Die logistische Organisation einer Ferienverschiebung ist äusserst anspruchsvoll, im Falle eines Schwerstbehindertenheims kommen einige weitere Herausforderungen dazu. Die Zivilschutzorganisation Oberfreiamt unterstützt seit mehr als 10 Jahren das Roth-Haus mit Betreuungs- und Hilfseinsätzen, Verpflegungs- und Transportleistungen, Fahrzeugen und Material. In diesem Jahr standen 10 Mann im Einsatz und stellten in Lungern neben dem Lagerhaus ein veritables Zeltdorf auf. Zwei Zelte auf Holzpodesten mit Betten aus der Zivilschutzanlage Dietwil dienen als Unterkunft für das Betreuungspersonal, die drei weiteren Zelte sind im Gebrauch für Tages- und Verpflegungsaktivitäten. Dies half vor allem während den längeren Regenphasen, welche diese Woche das Lager begleiteten. Die gute Laune liessen sich die Lagerteilnehmer trotz des andauernden Regens nicht nehmen und unternahmen verschiedene Ausflüge in der näheren und weiteren Umgebung. Am Mittwoch fand der Besuchstag der Angehörigen statt. Eigens für diesen Event haben die Zivilschützer einen mobilen Pizzaofen aufgebaut, welcher auf grosse Begeisterung stiess. Für die ZSO ergaben sich aus diesem Einsatz sehr gute Erkenntnisse. Einerseits stand für das Kader Führung im Einsatz im Vordergrund, andererseits war eine exakte Logistikplanung gefordert, denn alles verbaute Material wurde restlos aus dem Oberfreiamt mitgenommen und wieder zurückgeführt. Die fünf eingesetzten Zivilschutzzelte der Organisationen Oberfreiamt, Lenzburg und Affoltern a.A. erwiesen sich auch bei Dauerregen als absolut zuverlässig und wasserdicht, einige Optimierungen und Verbesserungen wurden erkannt und können nun dank diesem Einsatz praxisnah umgesetzt werden. Am Samstag werden die beiden Wohngruppen wieder nach Muri in den Alltag zurückkehren. Es wäre den Behinderten mit ihren Betreuern zu gönnen, wenn Petrus in den kommenden Jahren ein Einsehen haben wird und die Regenschleusen mit mehr Zurückhaltung bedient, das Lagererlebnis würde davon nur profitieren.

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