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Seebus Meggen: Testbetrieb im Sommer 2021 mit der neuen VBL-Linie 27

Kurt Rühle
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Bild: Kurt Rühle

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(chm)

Der Gemeinderat Meggen möchte Erfahrungen für die Anbindung der «letzten Meile» an den bestehenden öffentlichen Verkehr sammeln und die Seestrasse vom Verkehr entlasten. Er führt deshalb in den Sommermonaten einen Testbetrieb mit einem Kleinbus durch. Der «Seebus» verbindet als neue VBL-Linie 27 an den Wochenenden das Dorfzentrum mit der Badi und dem Fridolin-Hofer-Platz.

Wie können in der Gemeinde Meggen weniger stark frequentierte Orte abseits der Hauptstrassen oder ÖV-Linien, die sogenannte «letzte Meile», mit innovativen Verkehrsmitteln erschlossen werden? In einem gemeinsamen Projekt prüfen die Gemeinde Meggen, der Verkehrsverbund Luzern und die Verkehrsbetriebe Luzern AG verschiedene Möglichkeiten dazu; von der konventionellen öV-Linie bis hin zum Einsatz von führerlosen Fahrzeugen.

Neue Busverbindung mit einem Kleinbus im Sommer

In einem ersten Schritt wird von Anfang Juni bis Ende September jeweils an den Wochenenden ein Testbetrieb mit dem «Seebus», der neuen Busverbindung mit einem 20-plätzigen Kleinbus, durchgeführt. Das Angebot zwischen Meggen Schlössli und Meggen Schiffstation wird jeweils an Samstagen und Sonntagen im Viertelstundentakt von 10.08 Uhr bis 20.07 Uhr angeboten und ist gratis, um möglichst viele Meggerinnen und Megger zu motivieren, für die Fahrt an den See auf das Auto zu verzichten. Die weiteren Haltestellen sind Meggen Zentrum, Bahnhof und Meggen Fischerdörfli.

«Der Anschluss an das VBL-System erfolgt im Dorfzentrum bei der Haltestelle Schlössli, Seite See. Die Abfahrtszeiten der neuen Linie 27 wurden so gewählt, dass ein Umsteigen auf die ‹letzte Meile› gut möglich ist. Die Abfahrtszeiten sind auf einem grossen Plakat bei den provisorischen Haltestellen angeschlagen und können auch auf den üblichen Fahrplänen und App-Lösungen abgerufen werden», hält der Megger Gemeindeammann Hans Peter Hürlimann dazu fest. Ursprünglich war die Durchführung mit einem Elektrofahrzeug geplant, welches aber aufgrund Covid-19 in diesem Jahr nicht in die Schweiz überführt werden konnte. So wird der Testbetrieb von Juni bis September mit einem baugleichen Dieselfahrzeug durchgeführt, welches niederflurig und ÖV-tauglich ist. Sollte das Angebot im Jahr 2022 wieder aufgenommen werden, wird es mit der Elektroversion betrieben. Äusserlich sind die Fahrzeuge identisch.

Mehrwert auch für Menschen mit Behinderung

Der Testbetrieb mit dem Seebus im Sommer 2021 bringt auch Menschen mit Behinderung einen direkten Zugang zum See. Der Kleinbus bietet neben je zehn Sitz- und Stehplätzen auch einen Rollstuhlplatz an. Die Fachstelle Hindernisfrei Bauen Luzern nimmt die fehlenden Buseinstiegskanten bei den Haltestellen für die Pilotphase von 1 bis 2 Jahren zur Kenntnis. Das Fahrzeug ist mit klappbarer Rampe ausgestattet und ermöglicht damit mit Hilfe des Fahrpersonals eine Benutzung für Personen unterwegs mit Rollstuhl, Rollator oder auch mit Kinderwagen. Wenn ein dauerhafter Busbetrieb eingeführt wird, sind die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes massgebend.

Bildlegende

Der Gemeinderat Meggen freut sich über den bevorstehenden Testbetrieb mit dem Seebus, von rechts die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte Karin Flück Felder, Urs Brücker, Carmen Holdener und Olivier Class mit Gemeindeschreiber Daniel Ottiger.