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Die Zivilschutzorganisation des Kantons Zug hat einen beliebten Wanderweg saniert

Silvan Meier
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Bild: Silvan Meier

Bild: Silvan Meier

(chm)

Der Wanderweg von der Lorzentobelbrücke zur Lorze hinunter war in einem schlechten Zustand. Nun präsentiert er sich wieder von seiner besten Seite.

In der Woche vom 14. bis 18. Juni waren im Lorzentobel Heinzelmännchen in orangen T-Shirts im Einsatz: Angehörige des Zivilschutzes haben im Rahmen ihrer Grundausbildung den Wanderweg, der von der Lorzentobelbrücke steil hinunter zum Kraftwerk führt, umfassend saniert. Der Weg wird oft von Wanderern und Joggern begangen und ist auch bei Bikern beliebt. Zudem ist er eine Schulreise-Route für Ausflüge zu den Höllgrotten. Doch in den letzten Jahren wurde der gut 200 Meter lange Weg, der 55 Höhenmeter überwindet, arg in Mitleidenschaft gezogen. Starke Regenfälle haben Treppenstufen unterspült, da und dort kam es zu Abrutschungen. Teilweise war der Pfad wegen Abbrüchen so schmal, dass Wanderer nicht mehr kreuzen konnten.

Für die dringend nötige Wegsanierung konnte die Gemeinde Baar auf die Unterstützung der Zivilschutzorganisation des Kantons Zug (ZSO) zählen. Diese ist für ihre Grundausbildungen und Wiederholungskurse auf Projekte, die einen Mehrwert für die Ausbildung generieren, angewiesen. Bei einer Wanderwegsanierung ist dies der Fall. In Baar ist die ZSO immer wieder im Einsatz. So wurde im vergangenen Jahr der Wanderweg vom Hof Ramsel in Walterswil hinauf in den Meiacher in Neuheim auf Vordermann gebracht. Nun waren zehn Rekruten im Rahmen ihrer Grundausbildung im Lorzentobel im Einsatz. Geführt wurden sie von vier Kaderleuten.

Ein Gewinn für beide Seiten

Innerhalb einer Woche wurden die alten Verbauungen durch neue Treppenstufen und Hangsicherungen ersetzt. An gewissen Stellen wurde die Wegführung angepasst, um ein Abrutschen in Zukunft zu verhindern. Zum Schluss wurde der Pfad von oben bis unten neu eingekiest und verdichtet. Trotz der hohen Temperaturen waren die Angehörigen des Zivilschutzes mit grosser Motivation im Einsatz. Das durfte der zuständige Gemeinderat Zari Dzaferi angesichts eines Baustellenbesuchs am Donnerstag, 17. Juni, feststellen. «Für die Gemeinde sind diese Arbeitseinsätze der ZSO von grosser Bedeutung», sagt der Sicherheitschef der Gemeinde Baar. «Die Zusammenarbeit ist für beide Seiten ein Gewinn.» Die Gemeinde stellt jeweils das Material zur Verfügung und spendiert ein Znüni – und erhält dafür einen Wanderweg in bestem Zustand.

((Bildlegende))

Die Gemeinde spendiert den Angehörigen des Zivilschutzes ein Znüni – überbracht von Gemeinderat Zari Dzaferi (Mitte).

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