Leserbeitrag
Vereinsreise zum Blausee

Am Sonntag den 13. September ging der Natur- und Vogelschutzverein Rohrdorferberg (NVRB) auf Reisen. Der Vereinspräsident hat die Reise nicht nur organisiert, er hat auch gleich die Leitung der Reise übernommen. So war das erste Ziel der Tagesreise des NVRB Wynigen, wo uns im Restaurant Linde der ersehnte Kaffee mit Gipfeli serviert wurde.

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Via Schafhausen i.E., Heimberg und Spiez kamen wir unserem Reiseziel, dem Blausee, näher. Was ist denn so besonders am Blausee? Es ist ein schützenswerter Ort. Hauptanziehungspunkt ist eben der Blausee umgeben von einem wunderbaren Naturpark. Die Teilnehmer konnten mit einem Boot eine kleine Rundreise auf dem See machen. Man hat auf dieser Fahrt einiges über den See erfahren. Er soll 14 Meter tief sein, den Einlauf wie auch den Auslauf des Sees kann man nicht sehen. Es läuft täglich so viel Wasser ein, dass der ganze Wasser-Innhalt des Sees achtmal am Tage ausgewechselt wird. Dies ist auch der Grund, warum der See so klar ist und sich keine Algen bilden können. Dieser fleissige Durchlauf des Sees bietet für Forellen einen optimalen Lebensraum. So hat es nicht nur im Blausee, sondern auch in den Überläufen des Sees unzählige Forellen, welche durch die Trägerschaft „Blausee" gefüttert und dann im Herbst mit einer grossen „Ausfischeten" zu Geld gemacht werden. Der Blausee ist bei zwei Bergstürzen in Kandersteggebiet (vor ca 15`000 Jahren) entstanden. Das Tal wurde durch Eis und Blocksteinmaterial überdeckt, beim Abschmelzen des Eises entstanden Hohlformen und eine solche ist eben der Blausee. Es tönt vielleicht etwas komplizieret, aber es soll so gewesen sein. Schon vor 70`000 Jahren haben die ersten Menschen das Kandertal besiedelt. Es handelte sich um Höhlenbewohner, dies bewiesen Nachforschungen.

Nun war der Kopf gefüllt mit vielen interessanten Informationen, aber der Magen total leer. So ging es nun weiter nach Kandergrund, wo die leeren Mägen mit Braten, Gemüse und Kartoffelstock gefüllt wurden. Die Wanderfreudigen nahmen nach dem Essen den Weg nach Kandersteg, der Kander entlang unter die Füsse. Hier konnten wir die Ausläufer der Bergstürze betrachten. Die Kander hatte auch ihren Reiz. Durch den starken Lauf des Flusses konnte man wunderbare Steingebilde beobachten. Vögel konnten wir keine beobachten, lediglich eine Krähe hoch oben auf einem Baumwipfel.

Nach einer Wanderzeit von 1Std. 45 Min. trafen wir in Kandersteg ein. Dort wurden wir von den Nicht-Wanderern erwartet, jene hatten sich in der Zwischenzeit Kandersteg angesehen. Der herrliche Tag liess es zu, dass wir das Dessert bei strahlendem Sonnenschein geniessen konnten.

Der Reisebus brachte die müde, aber zufriedene Reisegesellschaft sicher nach Hause. Herzlichen Dank an den Präsidenten für die Organisation dieser Erlebnisreichen Reise. (ebl)