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Velotourenwoche im Markgräflerland

Wolfgang Doemer
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Radsportgruppe Baden-Wettingen

Velotourenwoche im Markgräflerland

Montag, 8. bis Freitag 12. September 2014

Am Montagmorgen verstauten 28 Männer und Frauen ihre Velos im Anhänger eines Reisebusses. Nach einer abwechslungsreichen Fahrt durch den Schwarzwald, war die Kaffeepause in Hinterzarten angesagt. Danach ging es weiter nach Alpersbach. Der Bus kurvte auf einem schmalen Strässchen hoch, von wo aus die erste Gruppe die Abfahrt unter die Räder nehmen wollte. Zuerst musste aber noch ein Plattfuss behoben werden. Das gehört ja einfach zu einer richtigen Velotour. Wegen Holzschlagarbeiten mussten wir dann eine andere Route wählen, bei der ein Aufstieg notwendig war. Von 1164 M.ü.M ging es dann rasant nach Kirchzarten, 388 M.ü.M, wo wir auf die zweite Gruppe warteten. Diese hat die steile, etwas holprige Abfahrt einer Fahrt per Bus vorgezogen. Auch hier musste eine Velopanne behoben werden, kein Problem für uns. Nach einer Mittagsrast an der Dreisam radelten wir an Freiburg vorbei nach Hausen a.d. Möhlin, unserem Ziel, nicht aber ohne einem gemütlichen Einkehrschwung in Umkirch unter schattigen Bäumen.

Nach 55 km erreichten wir unser Hotel und richteten uns gemütlich ein.

Am Dienstagmorgen radelten wir, von der Sonne verwöhnt, gemeinsam nach Freiburg i Breisgau. Die Stadt ist sehr velofreundlich und somit erreichten alle gemeinsam die Innenstadt, wo wir unsere 28 Fahrräder, sorglos parkieren konnten. Die Stadtbesichtigung war individuell, einige hatten Hunger und Durst, andere gingen auf Kultur- und Shoppingtour. Freiburg ist sehr schön und eine Reise wert. Am Nachmittag fuhren wir dann auf anderer Route wieder zurück zum Hotel. Heute waren wir 43km unterwegs, diesmal ohne Panne. Kleine und grössere Ereignisse führten immer wieder zu Gelächter und guter Laune.

Mittwoch, schon wieder ist ein sonniger Tag angesagt. Die Tagestour führt rund um Bad Krozingen über Heitersheim, Staufen, Ehrenkirchen und Kirchhofen. Staufen ist eine alte Stadt, die aber leider der Energiewende zum Opfer gefallen ist. Bei einer Geothermie-Bohrung hat man eine Gipsschicht angebohrt. Der Gips quillt durch eindringendes Wasser, was zur Folge hat, dass z.B. das Rathaus heute 40 cm höher liegt als früher und voller Risse ist. Andere Häuser mussten aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden. Bis heute gibt es keine Rettung für den Ort.

Nach einer schönen Tour durch Weinberge und gepflegter Landschaft kamen wir zur Weinprobe mit Vesper in Kirchhofen. Die Kellerführung war sehr lebhaft und endete mit der Kür einer Weinkönigin. Ein sehr gelungener Aufenthalt. Danach sind wir auf direktem Wege zurück zu unserer Herberge gefahren. Heute waren es 38 km mit ein paar Steigungen.

Donnerstag, Petrus meint es gut mit uns und unser Peter ist ein cooler Tourguide, der uns sicher, zusammen mit seiner Crew, zu unseren Zielen führt. Er hat auch eine gute Gruppe hinter sich, die ihm diszipliniert und flexibel folgt.

Heute besuchen wir zuerst das mittelalterliche Städtchen Breisach. Es liegt am Rhein und wird oft von Kreuzfahrtschiffen angesteuert, weil es so schön ist.

Danach überqueren wir den Rhein und erreichen Neuf-Brisach im Elsass. Es ist eine Festungsstadt erbaut Anfang des 18 Jahrhunderts von dem Französischen Festungsarchitekten Vauban. Die Reise geht weiter über Fessenheim. Dort stehen ein grosses Rheinkraftwerk und zwei Reaktoren, welche von den Baslern so „geliebt“ werden.

Es waren 57 flache km. Wichtig zu erwähnen, dass jeweils eine Lockerungsübung von Magdalena oder Peter durchgeführt wurde, damit wir nicht so steif in den Sätteln sitzen. Im Hotel erwartete uns ein Grillabend im Freien bei doch etwas kühlem Wetter. Kurzerhand wurde das Zelt mit Planen abgedichtet und so für eine angenehme Temperatur gesorgt. Das Essen war super und alle gingen nach ein paar „geistlichen Tropfen“ zufrieden ins Bett.

Freitag, der Tag unserer Abreise. Petrus wollte uns offensichtlich zeigen, dass er auch anders kann als nur schönes Wetter zeigen. Nach dem Auschecken im Hotel, fuhren wir nach Bad Krozingen, eine kleine Bäderstadt, zur individuellen Besichtigung. Nachdem der Himmel langsam auf schwarz wechselte, haben wir uns entschlossen, vorzeitig, bei leichtem Regen, wieder zum Hotel zurück zu fahren. 10 flache km. Nach dem Mittagessen fuhr uns Hans, unser Busfahrer, wieder wohlbehalten zurück nach Baden.

Es war eine schöne Velowoche mit viel Gelächter, guter Stimmung und umsichtiger Leitung von Peter, Ernst und Magdalena. Herzlichen Dank für die bestens mit viel persönlichem Engagement vorbereite Reise. Vielen Dank auch für einige gespendete Apéros

Insgesamt sind wir ca. 200 km unfallfrei gefahren, guter Führung und Disziplin sei Dank.

Wolfgang Doemer aus Wettingen

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