Leserbeitrag
VBT Seetal am Grand Raid

Mitglieder des Velo+Bike Teams Seetal am Grand Raid

Drucken

Am Samstag, 20. August wurde das härteste Mountainbike-Rennen Verbier - Grimentz durchgeführt. Die Königsdisziplin wurde dieses Jahr um 18 Kilometer und 800 Höhenmetern ergänzt. Das hiess 137 Km mit 5628 Höhenmetern waren zu bezwingen. Am Morgen früh um 6 Uhr wurde noch in der Dunkelheit in Verbier gestartet. Eine harte Strecke stand den ca. 400 Teilnehmern bevor.
Für den VBT waren Stefan Richter und Ueli Suter am Start. Mit grosser Vorfreude aber auch viel Respekt vor der grossen Herausforderung ging es los. Die Strecke führte durch eine wunderschöne Landschaft und auch der Sonnenaufgang konnte bestaunt werden. Ueli lief es gut, auch wenn er gesundheitlich nicht auf der Höhe war. Er hatte noch tags zuvor mit starken Rückenschmerzen zu kämpfen. Nach langen 110 km kam der letzte Berg - der Pas de Lona mit 2800 Metern ü.M. Ueli musste noch die allerletzten Reserven hervorzaubern und sich gut zureden, um auch diesen zu überqueren. Dann aber gings nur noch bergab. 14 Km auf Singletrails und Schotterstrassen: keine Zeit zum Ausruhen und ohne die Konzentration zu verlieren. Dann endlich das Ziel vor Augen - Grimentz! Immer wieder ein Erlebnis der besonderen Art, wenn die Teilnehmer durch das Festzelt unter grossem Applaus des Publikums ins Ziel einfahren.
Stefan musste leider das Rennen in der Hälfte abbrechen. Er ging mit einer nicht auskurierten Erkältung an den Start. Aber das Atmen wurde immer mühsamer. Schweren Herzens musste er den Chip bei Rennhälfte in Hérémence abgeben. Schade!
Fabienne Grünig startete in Hérémence auf der 68 Km Strecke mit 2996 Hm. Auch sie hatte mit unterschiedlichen Emotionen zu kämpfen. Lief es ihr in den ersten 1.30 Std. super, musste sie dann aber immer wieder vom Bike steigen, da ihr technisch nicht versierte Fahrer im Wege standen. Dies kostete Zeit und Kraft. Fabienne konnte sich jedoch wieder motivieren bis zum Pas de Lona. Aber auch für sie war der Aufstieg ein Krampf. Er fordert einfach noch einmal alles von den Fahrern. Steil und nicht fahrbar, muss das Bike geschoben oder getragen werden. Also, die Kräfte bündeln und rauf den Berg. Ein besonderes Erlebnis sind die Zuschauer, wie auf der Alp d'Huez bei der TdF. Sie stehen Spalier und feuern alle Biker lauthals an. Mancher fühlt eine Gänsehaut den Rücken raufkriechen. Manchmal fliessen auch Tränen, wenn all die Emotionen hochkommen. Aber das gehört zu einem Rennen. Fabienne konnte das tolle Gefühl mitnehmen auf die rasante Abfahrt. Sie konnte die Zieleinfahrt durch das Zelt noch richtig geniessen. Das Kämpfen hatte sich gelohnt!
Pascal Huser, Alexander und Nicola Suter starteten in Evolène. 37 Km und 1845 Hm warteten auf sie. In Eison verpassten die Betreuer die Drei, so schnell waren sie unterwegs. Alexander flog nur so auf den Pas de Lona. Nur 35 Minuten brauchte er vom Älpli bis auf den Pass. Pascal und Nicola benötigten ein wenig länger, waren aber immer in Sichtweite. Mit der nötigen Vorsicht aber schon mit Vorfreude auf die Zielankunft bretterten die Junioren zu Tale. Sie konnten noch einige vor ihnen fahrende überholen - welch ein Spass! Alexander hatte auf dem letzten Singletrail noch einen Plattfuss und das Hinterrad war blockiert. So spurtete er noch die letzten paar 100 Meter mit dem Rad auf dem Buckel über die Ziellinie. Geschafft!

Mit einem Big Smile im Gesicht und überglücklich sind alle gesund und ohne Stürze angekommen. Respekt!

Ueli wurde 14. in der Kategorie (102. Gesamt: 10.09 h), Fabienne 11. (23. Gesamt: 6:58 h), Alexander 12. (27. Gesamt: 2:59 h), Pascal 20. (48. Gesamt: 3:18 h), Nicola 22. (51. Gesamt: 3:20 h)

Rangliste unter www.datasport.com
DS