Leserbeitrag
Valentin Keusch – ein grosser Förderer der Jungschützen

76. Delegiertenversammlung des Bezirksschützenverbandes Muri in Boswil

Marcel Siegrist
Drucken
3 Bilder

(jst) Begrüsst wurden die Delegierten aus dem Bezirk Muri im Saal des Gasthauses «Löwen» in Boswil durch die Musikgesellschaft unter der Leitung von Markus Kellerhals und den Bezirksschützenpräsidenten Peter Klausner, der nebst drei Ehrenmitgliedern 53 Delegierte und 18 Gäste begrüssen durfte. Nach der Totenehrung für Hans Rey aus Merenschwand, Hans Wiederkehr aus Bünzen, Josef Vollenweider aus Benzenschwil und Berta Strebel, Fahnengotte von Buttwil-Geltwil, wandte sich Fredy Häfliger vom OK des Eidg. Schützenfestes im Raum Aarau an die Anwesenden. Er warb für Personal für eine reibungslose Abwicklung des Schützenfestes in rund vier Monaten, denn es fehlen noch rund Zweidrittel des benötigten Personals. Da hatte es der Boswiler
Gemeinderat Jakob Dolder leichter, er hatte den Anwesenden die Grüsse der Tagungsgemeinde zu überbringen. Er begnügte sich damit, nicht das Dorf vorzustellen, sondern schweifte ins Jahr 720 zurück, als Boswil erstmals erwähnt wurde und fand eine Parallele zum Wort «Wehr», das zu jener Zeit auch erstmals auftauchte und später zum Begriff «Ge¬wehr» als Schusswaffe wurde.

Schützen aus dem Bezirk Muri an der Spitze des Kantons
In seinem Jahresbericht freut sich Präsident Peter Klausner über den Erfolg der 300-m-Schützen und der Jungschützen: Pius Häfliger wurde Aargauer Meister mit dem Standardgewehr und Nadia Gürber ist Aargauer Jungschützenkönigin. Ein Höhepunkt war auch das Feldschiessen: dem Bezirksverband gelang es, die Bundesrätin Doris Leuthard an den Kick Off in Merenschwand zu bringen, wo sie vor laufenden Kameras das Programm schoss. Als noch grösseren Erfolg wertete Peter Klausner die sehr guten Teilnehmerzahlen auf den drei Schiessplätzen. Ein Beispiel für ein gut organisiertes Feldschiessen, demonstrierten 2009 die Schützen von Bünzen; sie gaben den Teilnehmern das Gefühl «da ist etwas los». Auch die Pistolenschützen hatten auf ihrer neuen 25-m-Anlage in Muri eine sensationelle Beteiligung. Der kantonale Rundgang des AGSV mit Behörden und Militär im Bezirk fand lobende Worte der Teilnehmer. Am Schluss seines Jahresberichtes hielt der Präsident fest, dass man am gesetzten Ziel, das Kano¬nale 2016 durchzuführen, festhalten will.

21 Jungschützen aus dem Bezirk Muri am Kant. Jungschützenfinal
Am Kant. Jungschützenfinal in Rekingen stellte der Bezirk Muri mit 21 von 60 Teilnehmern über einen Drittel der Jungschützen. Dabei konnte Nadia Gürber von Buttwil den Kant. Jungschützentitel erfolgreich verteidigen. 2009 wurden in 8 (Vorjahr 10) Jungschützenkurse mit 92 (94) Jugendlichen durchgeführt. Der Jungschützenchef Franz Wüest zeigte sich besorgt, dass immer weniger Leute im JS-Kurs ausgebildet werden. Das Wettschiessen in Merenschwand mit 89 (94) Jungschützen und 36 Jugendlichen gewann Kilian Küng von der Feldschützengesellschaft Beinwil bei den Jungschützen und Janik Stutz von der Feldschützengesellschaft Dietwil bei den Jugendlichen. Neben den Einzelresultaten zählte auch die Gruppenmeisterschaft zum Programm. Der Wanderpreis ging bei den Jungschützen wiederum an die Gruppe der Schützengesellschaft Bowil mit 224 Punkten, gefolgt von Beinwil mit 223 Punkten und Waltenschwil mit 223 Punkten. Für den Kant. JS-/JJ-Gruppenfinal qualifizierten sich Waltenschwil, Dietwil, Boswil und Buttwil-Geltwil. Waltenschwil wurde Aargauer JS-GM-Meister und qualifizierte sich als einzige Gruppe für den Eidg. Final in Zürich, wo sie den 59. Rang erreichte. In der JJ-Gruppenmeisterschaft wurde Dietwil Bezirksmeister; die Boswiler belegten die Plätze 2 und 3. Für den Kant. JS-/JJ-GM-Final qualifizierten sich zwei Boswiler Gruppen sowie Abtwil-Oberrüti und Dietwil. Die Jugendlichen von Boswil wurden Kantonalmeister und belegten am Eidg. Final den guten 14. Rang.

Matchschützen stellten den Kantonsmeister im Einzel wie in der Gruppe
Mit dem Standardgewehr wurde Pius Häfliger das erste Mal Kantonalmeister und stellte mit 582 Punkten ein neuer Aargauer Rekord auf. Peter Jenni, Gerry Koch und Alois Scheuber wurden im Gruppenwettkampf bei der Kategorie Ordonanzwaffe Aargauermeister. Peter Jenni hat es mit dem Karabiner geschafft, an den Schweizermeisterschaften in Thun teil¬zu¬nehmen; mit 527 Punkten erreichte er dort den guten 18. Rang.
Die erfolgreichsten Schützen der Jahresmeisterschaft sind: Kat. A (Standardgewehr). 1. Pius Häfliger mit 2289 Punkten, 2. Stephan Städelin mit 2232 Punkten und 3. Josef Hotz mit 2169 Punkten. Kat. B (Ordonnanzwaffen): 1. Peter Jenni mit 2130 Punkten, 2. Alois Scheuber mit 2078 Punkten und Gerry Koch mit 2077 Punkten.
Schützenrechnung von der Finanzkrise nicht betroffen
Der Kassier René Meier freute sich ganz besonders, dass die Jahresrechnung bei Einnahmen von Fr. 10'677.65 und Ausgaben von Fr. 9849.15 mit einem Überschuss von Fr. 828.50 abgeschlossen werden konnte, nachdem er der Versammlung vor einem Jahr einen Voranschlag mit einem Fehlbetrag präsentieren musste.
Für das neue Jahr wird mit einem Sockelbeitrag pro Sektion und Jahr von Fr. 150.- und einem Jahresbeitrag von Fr. 8.- pro gelöste Lizenz wie bisher gerechnet. Das Budget für 2010 weist einen Fehlbetrag von 666 Franken auf. Trotzdem hofft der Kassier, bei einer grossen Beteiligung an den verschiedenen Schiessen, auf zusätzliche Einnahmen und einen Überschuss in der Jahresrechnung.

Treue Schützen geehrt
Für die Absolvierung des Obligatorisch- und des Feldschiessens achtmal hintereinander konnten drei Schützen mit der ersten Feldmeisterschaftsmedaille ausgezeichnet werden. Mit der zweiten Meisterschaftsmedaille für 16 Teilnahmen konnten sieben Teilnehmer ausgezeichnet werden. Auf je 24 Teilnahmen brachte es Josef Rey aus Besenbüren und erhielt die dritte Feldmeisterschaftsmedaille. Die erste Aargauer Feldmeisterschaftsmedaille für die Teilnahme an 32 Obligatorisch- und Feldübungen konnten Samuel Burkhalter (Benzenschwil), Peter Klausner (Benzen¬schwil), Theo Meyer (Abtwil-Oberrüti) und Johann Steimen (Waltenschwil) entgegennehmen. Mit 42 Teilnahmen ergatterte Bruno Wyss (Muri) gar die zweite Aargauer Auszeichnung. Mit der Fleissauszeichnung 50 m wurden zudem Stefanie Amstutz und Thomas Amstutz ausgezeichnet.
Die kombinierte Feldmeisterschaft hat Kilian Haas (Dietwil) mit 334 Punkten gewonnen; Rolf Furrer (Beinwil) wurde mit 332 Punkte Zweiter und Hansruedi Stauffer (Sins) mit 327 Punkte Dritter.
Die Auszeichnung des Feldschiessens, den Twin-Anward-Preis, durften Elia Köchli, Anja Köchli und Jan Seleger von Wal¬tenschwil sowie Beat Kopp von Buttwil, entgegennehmen.

Keine Änderungen im Vorstand
Nachdem die Vorstandsmitglieder für zwei Jahre gewählt sind, standen dieses Jahr Bestätigungswahlen an, nachdem keine Demissionen vorlagen. Für weitere zwei Jahre bestätigt wurden Pius Häfliger (seit 1992 im Vorstand), Gerry Koch (seit 2002), Markus Mathis (seit 2008), Peter Klausner (seit 2000) und Franz Wüest (seit 2004). Als Präsident wurde Peter Klausner und als Vizepräsident Pius Häfliger bestätigt.

Handhabung der Waffe oft mangelhaft
Albert Bürgisser, Präsident der Kantonalen Schiesskommission, orientierte über das ausserdienstliche Schiesswesen, vor allem über das Obligatorische. Er stellte fest, dass die Betreuung der Schiessenden in der heutigen Zeit sehr wichtig ist, insbesondere in Bezug auf die Munition. Daher wird an den Obligatorischschiessen vermehrt darauf geachtet, dass die für Probeschüsse gekaufte und nicht verwendete Munition wieder zurückgegeben wird. Besonders die Durchdiener und jene Armeeangehörige, die den Dienst ohne Waffe absolvieren, brauchen bei der Absolvierung des Obligatorischen die Unterstützung der Schützenmeister und der Vereinsmitglieder.
Bezirksmeisterschaft mit neuen Ausführungsbestimmungen
In der Kategorie B wird das geschossene Resultat beim Einzel- und Gruppenschiessen nicht mitgezählt. Wer aber in der Bezirksmeisterschaft mitmachen will, muss das Einzel- und Gruppenwettschiessen mit dem Strumgewehr absolvieren. Bei der Kategorie A wird das geschossene Resultat nicht mitgezählt. Wer aber in der Bezirksmeisterschaft mitmachen will, muss das Feldschiessen und das Bundesprogramm absolvieren.
Auch für die Jungschützen wurde das Reglement geändert und das Verbandsschiessen gestrichen; für dieses Schiessen ist die Lizenz nötig und hat in den letzten Jahren oft einige Jungschützen davon abgehalten, an der Bezirksmeisterschaft teilzunehmen.

Die wichtigsten Anlässe im 2010
Das Einzel- und Gruppenwettschiessen findet am 9., 10., 17. Und 18. April in Benzenschwil statt. Für die Durchführung des Feldschiessens vom 4. bis 6. Juni sind die Vereine von Boswil, Beinwil und Abtwil zuständig. Auf dem Schiessstand Buttwil-Geltwil findet dieses Jahr Mitte Juni das Jugendwettschiessen statt und ende August wird das Bezirksverbandsschiessen in Bettwil ausgetragen. Der Bezirksfinal wird am 30. Oktober in Merenschwand geschossen und das traditionelle Vorständeschiessen führt die Schützengesellschaft Bettwil am 27. November durch.
Das Eidg. Schützenfest im Raum Aarau dauert rund vier Wochen, vom 18. Juni bis 18. Juli 2010.

Mit den Ehrungen für gute Resultate ging die Delegiertenversammlung zu Ende. Nach der Versammlung lud die Gemeinde Boswil alle Versammlungsteilnehmer zu einem Apéro ein. Damit hatten die Schützen Gelegenheit mit Valentin Keusch auf die Ehrenmitgliedschaft anzustossen.

Bilder: Die Gewinner der kombinierten Feldmeisterschaft mit Ehrendamen (v.l.): Rolf Furrer (2.), Kilian Haas (1.) und Hansruedi Stauffer (3.).

Die erfolgreichsten Matchschützen (v.l.): Alois Scheuber (3., Ordo¬nanz¬waffe), Stefan Städelin (2., Standardgewehr), Peter Jenni (1., Ordonanzwaffe) und Gerry Koch (2., Ordonanzwaffe); es fehlen auf dem Bild Pius Häfliger (1., Stan¬dardgewehr) und Josef Hotz (3., Standardgewehr).

Schützenpräsident Peter Klausner (rechts) durfte Valentin Keusch mit der Überreichung der Wappenscheibe zum Ehrenmitglied küren.