Leserbeitrag
Überraschung an Hauptübung der Feuerwehr Rupperswil-Auenstein

Schadensplatz in der Zuckermühle Rupperswil

Marcel Siegrist
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Kürzlich fand die alljährliche Hauptübung der Feuerwehr Rupperswil-Auenstein statt. Sie stand ganz im Zeichen von Überraschungen. So sollte das Schwergewicht der Übung bei der Rettungs- und Brandbekämpfung eines Bauernhauses liegen. Doch weit gefehlt! Der „Schadenplatz" war überraschenderweise in der Zuckermühle Rupperswil. Ein verwinkeltes Gebäude, welches so manchen Feuerwehrangehörigen an grosse Herausforderungen stellt. Insbesondere der Einsatzleiter und sein Lageskizzenführer hatten alle Hände voll zu tun. Das Ereignis war so ausgesteckt, dass es für die zahlreichen Besucherinnen und Besucher gut ersichtlich war und man den Einsatz auch nahe miterleben konnte. Die Zuckermühle liegt an der viel befahrenen Zugsstrecke Rupperswil - Aarau. Verständlicherweise wurde in den Sofortmassnahmen, nebst Aufbieten von Sanität und Nachbarfeuerwehren auch das Abstellen der Stromleitungen der Bahn in Auftrag gegeben. Notabene supponiert!

Die Rettungen im Gebäude wurden durch die Atemschutztrupps schnell, aber auch vorsichtig ausgeführt. Zudem stand die Auf- und Abladestation in „Brand". Leitungen wurden befohlen mit dem Auftrag, die Remise zu halten, zumal dort die Diesellokomotive ebenfalls in „Brand" stand.

Nicht nur überrascht sondern vor allem verdattert standen die beiden leitenden Offiziere da, als sich plötzlich die SBB-Betriebsfeuerwehr samt rund zweihundert Meter langem Löschzug bei der Einsatzleitung meldete. Diese wurde schon seit längerem durch die Übungsleitung organisiert. Das ganze Geschehen der Übung drehte sich fortan um den Löschzug. Die rund sieben Personen der Betriebsfeuerwehr „stahlen" die Show und begannen mit dem Absperren und dem Erstellen von Leitungen.

Nach dem Übungsabbruch zeigte die Betriebsfeuerwehr ihre „Wurf- und Kampfkraft" mittels einer Vorführung. Dies zur Freude des Publikums und der Feuerwehrangehörigen. Danach bestaunten viele Personen den ganzen Zug, die Einrichtungen und die vielen interessanten Berichte der Betriebsfeuerwehrmannschaft.

Am frühen Abend folgte der gemütliche Teil. Um 18.00 Uhr wurde in der Rupperswiler Sporthalle zum Aperitif angestossen. Mehr als eine Hundertschaft waren eingeladen und konnten anschliessend an die schön geschmückten Tische sitzen und das feine Nachtessen, welches von der Trachtengruppe Rupperswil serviert wurde, geniessen. Zwischendurch gab „Hardy-Live", ein Alleinunterhalter, seine Darbietung zum Besten, was genüsslich mit grossem Gelächter wahrgenommen wurde. So nahm ein vergnüglicher Abenden seinen Lauf. Im offiziellen Teil wurde die drei verdienten, langjährigen Feuerwehrangehörigen, Matthias Frei, Auenstein (25 Jahre), Markus Frei, Auenstein (25 Jahre) und Beat Sommer, Rupperswil (20 Jahre) mit grossem Dank für den Einsatz mit Applaus und Geschenken verabschiedet. Auch konnte eine Beförderung vorgenommen werden. Fabrice Gugler, Rupperswil wurde zum Oberleutnant befördert, er übernimmt ab 2011 den Zug 3. Unterstützt wird er noch für ein Jahr vom bisherigen Zugführer Raymond Weber. Ein mehr oder weniger ereignisarmes Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Doch schon im Januar 2011 geht es mit der Organisation des Offiziersweiterbildungskurses (Off WBK) der Bezirke Lenzburg und Kulm weiter. Diese, alle drei Kurse, finden in Rupperswil statt. Die Feuerwehr Rupperswil-Auenstein heisst alle Teilnehmer schon jetzt herzlich willkommen.(mlü)

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