leserbeitrag
In Flawil mit der Baggerschaufel angerührt!

Beat Härtsch

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(chm)

Am 10. März habe ich die Frageviertelstunde (15 min.) im Lindensaal genutzt. Erkenntnis: da wird nicht bloss mit der grossen Kelle sondern mit der Baggerschaufel angerührt! Im allerletzten Moment werden Informationen freigegeben, die Diskussion darüber wird faktisch unterbunden. Grund: völlig unnötige und hoffnungslos überrissene Projekte. Das Projekt Dorfbach-Tüfibach wird dem Kanton als Hochwasserschutzprojekt verkauft, da diese Um- bez. Neubauarbeiten nicht als Renaturierung durchgehen. Der „Grand Canyon“ auf dem Marktplatz besteht aus einem trapezförmigen Betonkanal, Breite oben bis 4m, Tiefe bis 3m. Die geltenden Mindestabstände zu Gebäuden werden negiert. Mein ausführlicher Kommentar dazu könnte strafbar sein. Aber so werden beim Kanton und Bund Subventionen locker gemacht. Der ganze Stuss soll rund 10 Mio. kosten, davon gehen knapp 700‘000 zu Lasten der noch zu kürenden Perimeterpflichtigen. Warum? Diese geniessen einen Sondervorteil, also kann man sie abzocken! In Tat und Wahrheit ein Sondernachteil. Über Jahrzehnte wird das Dorf immer grösser und Boden weitab vom Perimetergebiet verdichtet. Das anfallende Wasser bringt die Gerinne langsam an die Kapazitätsgrenzen. Und für Wunschträume (oder Gehirnfürze) wie vorliegend dürfen dann die Perimeterpflichtigen zusätzlich bluten. Also ein dickes Nein am 7. März, danke!

Beat Härtsch, Flawil