senioren Regio Liestal
Senioren Regio Liestal testen den ÖV

Liestal Evi Eppler
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(chm)

Eine Gruppe von 17 Personen sind mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs. Die Reisegruppe der Senioren Regio Liestal, im Alter zwischen 65 und 86 Jahren, Männlein und Weiblein treffen sich am Liestaler Bahnhof morgens um 10 Uhr bei gutem Reisewetter. Das vorbestellte Gruppenbillett kann die Reiseleiterin am Schalter der SBB beziehen und schon heisst es, alle einsteigen bitte! Der mitgebrachte Rollator einer Teilnehmerin hat seine erste Zugfahrt vor sich. Die Treppe zum Zugsabteil ist aber ohne fremde Hilfe mühsam und die helfenden Hände werden gerne angenommen. Müsste diese Person alleine reisen, wäre sie auf fremde Hilfe angewiesen. Die Fahrt nach Olten fällt sehr kurz aus, denn die Begrüssung aller Reisenden nahm viel Zeit in Anspruch. Einige haben sich seit längerer Zeit wegen Corona nicht mehr gesehen. In Olten werden die Effekten geschultert und von Gleis 12 auf Gleis 3 disloziert. Genügend Zeit haben wir und so kann man die angefangenen Gespräche weiterführen. Der Rollator bringt der Dame die gewisse Sicherheit und die Rampe erleichtert den Fussmarsch. Der IC5 fährt ein und schon sitzen wir bequem im Zug nach Solothurn. Dort haben wir dann eine längere Strecke durch den Velo-Depotkeller nach draussen auf den Bahnhofplatz zu bewältigen. Einige nehmen nun das Taxi, denn zur Schiffländte fährt erst wieder ein Bus nach 12 Uhr und unser Schiff fährt schon um 12.10 Uhr. Die Wanderer nehmen den Weg direkt zur Aare und so kommen wir noch in den Genuss einer kleinen Besichtigung der Altstadt mit seinem ehemaligen Spital. Am Schiffssteg warten schon etliche Leute aus nah und fern. Die Reiseleiterin bittet nun die Gruppe, um die Fahrtkosten zu begleichen, und schon öffnet sich die Kette, um das schöne Schiff «Stadt Solothurn» zu entern. Den Speisesaal betreten wir mit Gesichtsmasken, dürfen sie aber nach dem Sitzen abnehmen und schon werden die bestellten Getränke serviert. Der feine Bielerseeteller mit Schinken, Salami und Käse schmeckt hervorragend und die schöne Aarefahrt wird genossen. Beim ersten Halt in Altreu kann man die Störche hoch oben auf den Baumwipfeln bestaunen. Das Wetter ist geradezu ideal und die Landschaft naturverbunden gleitet an uns vorbei. Den Jura-Höhenzug Weissenstein immer vor Augen dürfen wir einige Kilometer bestaunen und schon erreichen wir Grenchen, Büren an der Aare, Brügg und die Schleuse von Port. Die Schleusenwärterin empfängt uns und es wird Wasser in die Schleuse gepumpt, bis wir den Pegel erreichen, der das Schleusentor wieder zum Öffnen bringt. Das Stauwerk Port ist das Herzstück der zweiten Juragewässerkorrektur und reguliert die Pegel der drei Juraseen und die Abflussmenge der Aare. Wir bestaunen die zentimetergenauen Manöverierkünste des Kapitäns und nach Passieren der Schleuse beginnt sich die Gegend zu verändern. Es erscheinen immer grössere Gebäuden, Brücken und vor allem am Fluss entlang vertäute Boote und Jachten. Der Blick auf Magglingen zieht uns in den Bann, denn auch dort wird gebaut. Bald laufen wir in den Bielersee ein und gelangen zur Schiffländte. Alles aussteigen und wir sind froh, unsere steifen Glieder wieder zu bewegen. Der Rollator hat die Fahrt auch gut überstanden und wird nun wieder benutzt, für das wofür er eigentlich erfunden wurde. Einige steigen nun auf den Ortsbus um, und der Rest läuft dem Nidau-Kanal zurück zum Bahnhof. Dort treffen wir uns wieder in einem der zahlreichen Beizli und geniessen den Zvieridrink. Ab Biel Bahnhof nehmen wir wieder den IC5, der uns nach Olten fährt. Alle freuen sich, dass wir auf Gleis 7 ankommen und wieder ab Gleis 7 den Zug nach Liestal nehmen dürfen, aber nicht ohne den obligaten Marsch von einigen 100 Metern unter die Füsse zu nehmen. Der reservierte Wagen erwartet uns ganz am Anfang des langen Zuges und ausgestiegen sind wir am Ende des Wagons aus Biel. Aber auch das meistern wir hervorragend, doch leider hat es ganz am Anfang des Perrons keine Ruhe-Bänkli und der Rollator dient der Dame wieder mal zum Sitzen. In Liestal sagt man schnell Adieu, denn die verschiedenen Busse, Privatautos etc. stehen schon bereit. Das Resümee dieses Tages aus der Sicht der Berichterstatterin, alle haben die Strapazen hervorragend gemeistert. Wir sind mehr als genug entschädigt worden mit dem schönen Tag. Das Erlebnis mit dem ÖV und der genussvollen Schifffahrt zeigt uns allen, dass man auch im fortgeschrittenen Alter noch Sachen unternehmen kann, MAN MUSS ES EINFACH WAGEN! Übrigens unser Vereinsmotto lautet: Wichtig ist nicht was man tut – sondern dass man etwas tut! Danke an alle Teilnehmer/innen: Ihr habt ein Lob verdient.

Eure Reiseleiterin SRL Evi Eppler

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