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NAVGU-Gäuexkursion in Kestenholz

Pascal Rudolf von Rohr
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Bild: Pascal Rudolf von Rohr

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(chm)

Endlich konnte die seit über zwei Jahren geplante NAVGU-Gäuexkursion stattfinden. Das Warten hatte sich trotz nicht optimaler äusserer Bedingungen gelohnt. Der Natur- und Vogelschutzverein Kestenholz, Pro Natura Solothurn und der Trägerverein der Gäuer Natur- und Vogelschutzvereine «NAVGU» durfte eine stolze Anzahl von gut 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüssen. Mit dabei waren erfreulicherweise auch einige Familien. Für einmal stand nicht die Ornithologie im Vordergrund; vielmehr ging es um die Natur im Siedlungsgebiet ganz generell. Drei Fachleute konnten den Teilnehmenden an einfachen Beispielen aufzeigen, was im Wohngebiet gemacht werden kann, um die Biodiversität zu fördern. Thomas Lüthi zeigte beim Schulhaus, dass ein Blumenrasen sehr wohl eine Alternative zum «gewöhnlichen» Rasen sein kann. Auch über die Bedeutung von Bäumen, sei es als Schattenspender respektive als kühlende Faktoren im Hinblick auf die heisser werdenden Sommer, erfuhr man Interessantes. Und plötzlich war da auch noch ein Distelfink, der sich in der Hainbuche niedergelassen hatte… Die Biologin Monika Kaempf Schwaller wiederum zeigte auf, wie nützlich Gräser und wilde Kräuter – sei es als Medizin oder als Nahrungsmittel – auch in kleinräumigen Strukturen sein können, wenn man sie gedeihen lässt. Auch die Hecken und die Blumenwiesen im Wohnquartier bieten den Insekten, wie auch Vögel und Kleinstsäugetieren den wichtigen Schutz und die lebensnotwendigen Nahrungsquellen. Am dritten Posten hatte Thomas Schwaller die «grüne Mitte» im Zentrum von Kestenholz den Teilnehmenden nähergebracht und dabei auf den Wert der übrig gebliebenen grünen Inseln hingewiesen. Er machte auch Vorschläge, wie einfach man die «grüne Mitte» noch aufwerten könnte, sei es mit Hecken, wo man eine Vernetzung erzielen kann oder einfach mit dem verspäteten Mähen von einzelnen Grünflächen. Und da war noch der Turmfalke, der sich beim nahen Bauernhof bemerkbar machte und plötzlich segelte noch ein Silberreiher über den Friedhof…Nach gut zwei Stunden ging die gut organisierte, spannende und abwechslungsreiche Exkursion im Vereinshaus des NVVK bei Wurst und Brot zu Ende.

Pascal Rudolf von Rohr

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