ornithologischer Verein Mümliswil-Ramiswil OVM
Das Feuchtbiotop Limmern in Mümliswil besteht seit über 25 Jahren

Josef Tschan
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(chm)

Eigentlich schon letztes Jahr geplant, konnte der OVM Mümliswil-Ramiswil am 2. Juli das 25 Jahre Jubiläum des Naturjuwels in der Limmern angehen. Anlässlich einer Exkursion mit Kutschenfahrt wurde das wertvolle Feuchtgebiet zwischen Breitenberg und der Limmernstrasse den zahlreichen Gästen vorgestellt.

Die Initiative für den Erhalt des im Volksmund bekannten «Fröschenweihers» wurde vom OVM schon 1970 ergriffen. Aus kantonaler Sicht machte aber ein Naturreservat nur Sinn, wenn man das Feuchtgebiet unterhalb der schroffen Felsen mit einbinden könne. Nach langwierigen Verhandlungen konnte man im Jahr 1995 rund 1,5 ha von Landbesitzer Markus Probst pachten. Als Gegenleistung wurde der bestehende Weidbrunnen samt Zuleitung versetzt. Nach über 200 Stunden Fronarbeit konnte im Jahr 1996 das Feuchtbiotop mit drei Weihern und zahlreichen Bachläufen eingeweiht werden.

Heute ist das Naturreservat mit der für ein Feuchtbiotop typischen Flora und Fauna besetzt. Zahlreiche Amphibien, auch der rare «Glögglifrosch» finden jedes Jahr ideale Laichbedingungen vor. Auch Insekten und Säugetiere schätzen das Reservat. Starke Gewitter und Erdrutsche führten immer wieder zur Verlandung der Weiher. Diese mussten dann teilweise mit dem Bagger wieder ausgehoben werden. Der OVM konnte dabei immer auf die Unterstützung der öffentlichen Hand und von Privatpersonen zählen.

Nach der Exkursion ging es zu Fuss zum Hof «Genneten», wo ein reichhaltiges Zvieri serviert wurde. Stephan Jeker ging in seiner Ansprache auf die bewegte Geschichte des Biotopes ein und bat die Behördenvertreter eindringlich, auf die geplante Reaktivierung des Kiessammlers beim Fröschenweiher zu verzichten – denn das wäre das Aus für das einzigartige und sensible Naturparadies.