sP Obersiggenthal
Angeregte Diskussionsrunde für nachhaltige Verkehrslösungen im Siggenthal

Mia Jenni
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Bild: Mia Jenni

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(chm)

Die SP Obersiggenthal veranstaltete am Wochenende eine Matinee zur Zukunft der Siggenthaler Verkehrsentwicklung. Zusammen mit der Zürcher Gemeinderätin und Verkehrspolitikerin Simone Brander wurden Lösungen diskutiert, die über das Gesamtverkehrskonzept OASE hinausreichen.

Es gibt wohl kein Projekt, das die Region Siggenthal die letzten Jahre so in Atem gehalten hat wie die Ostaargauer Strassenentwicklung, kurz OASE. Besonders die Pläne, für Baden einen Entlastungstunnel durch den Martinsberg zu bauen und damit den Individualverkehr um das Zentrum von Baden herumzuleiten, stiessen im Siggenthal auf vehemente Ablehnung. Dieser Tunnel würde zu einer massiven Mehrbelastung der bereits heute stark ausgelasteten Landstrasse führen und damit die Wohnregion Siggenthal, die sich entlang dieser Strasse ansiedelt, entzwei teilen. Dank dem grossen Engagement der Siggenthaler Bevölkerung wurde dieser Teil der Grossprojekts OASE nicht im Richtplan festgesetzt, sondern auf Stufe Zwischenergebnis belassen. Nichtsdestotrotz sind weder der Martinsbergtunnel noch die weiteren Pläne der OASE vom Tisch. Grund genug, weiter zu denken.

Die SP Obersiggenthal veranstaltete deshalb eine Diskussionsmatinee zur Thematik OASE. Zu Gast war Simone Brander, SP Gemeinderätin aus Zürich und Kämpferin erster Stunde, gegen das Zürcher Grossprojekt Rosengartentunnel. Brander gab einen Einblick in ebendieses Projekt, seine langjährige Entwicklung und wie es schliesslich verhindert wurde. Gemeinsam mit dem Einwohnerrat Marco Erni und der Einwohnerrätin Mia Jenni diskutierten die Anwesenden anschliessend sinnvolle Perspektiven für die Verkehrs- und Siedlungsplanung der Region Obersiggenthal.

Marco Erni stellte dabei fest: «Das regionale Gesamtverkehrskonzept muss eng abgestimmt mit allen betroffenen Gemeinden erarbeitet werden. Auch das Siggenthal muss nachhaltig davon profitieren und darf nicht auf der Verliererseite stehen.» Mia Jenni ergänzte: «Das Verkehrskonzept kann nicht unabhängig seiner Siedlungsplanung aufgezogen werden. Wir leben in einem urbanen Raum und als solcher sollte er behandelt werden. Mehr Velo- und Fusswege sind daher Pflicht.»

In der anschliessenden Diskussionsrunde mit dem Publikum wurden gemeinsam Wünsche, Forderungen und Visionen für das Siggenthal gesammelt. Dabei wurde rasch klar: Nachhaltige, siedlungsverträgliche Verkehrslösungen dürfen nicht wie bisher auf den motorisierten Individualverkehr fokussieren. Stattdessen müssen wirkungsvolle Massnahmen für Veloverkehr und ÖV forciert werden. Diese müssen nun angepackt werden.

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