Leserbeitrag
GV des Aarauer Quartiervereins Scheibenschachen

Marcel Siegrist
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Die Aarauer Zurlindeninsel ist nicht öffentlich zugänglich und deshalb ein Naturschutzgebiet mit einer reichhaltigen Fauna und Flora. Die 62 Besucher der Mitgliederversammlung des Quartiervereins Scheibenschachen staunten vor allem über die seltenen Vogelarten, die im Auenwald, auf den Trockenwiesen oder in den Hecken noch brüten. Der Aarauer Ornithologe Adolf Fäs berichtete in Wort und Bild vom Kuckuck (mundartlich Gugger), vom Pirol, vom Trauerschnäpper oder vom Teichrohrsänger und stellte auch die sechs Orchideenarten vor, die auf der Zurlindeninsel blühen.

Vereinspräsident Rolf Dietiker konnte als Ergänzung zum Vortrag eine Führung mit Adolf Fäs durch das Naturschutzgebiet am kommenden 5. Juni ankündigen. Das traditionelle Pärklifest findet am Samstag, 9. August, statt. Im weiteren beschloss die Versammlung, beim Aarauer Stadtrat in Sachen Ensembleschutz vorstellig zu werden. Mit Genugtuung nahm man zur Kenntnis, dass mit der Betriebsaufnahme des neuen Kraftwerks Rüchlig Ende dieses Jahres auch die Hochwassergefahr gebannt werden kann.

Zu den Jahresaktivitäten des lebendigen Quartiervereins Scheibenschachen gehört auch die traditionelle Teilnahme am Aarauer Neujahrsempfang am 1. Januar oder die Installation von 24 prächtigen Adventsfenstern. Kassier Hanspeter Burri musste für das Jahr 2013 einen kleinen Verlust ausweisen, das Vermögen umfasst aber noch immer beruhigende 10 800 Franken. Deshalb gab auch das Budget 2014 mit einem geplanten Minus von 970 Franken zu keinen Diskussionen Anlass. Auf heftige Kritik stiess unter dem Traktandum Verschiedenes hingegen der Vorschlag, aus ökologischen Gründen die Strassenbeleuchtung im Quartier nachts von 1 bis 5 Uhr abzuschalten. Die Gegner argumentierten vor allem mit Bedenken für die Sicherheit.

Hermann Rauber