Leserbeitrag
Frauenfrühstück von Frauen für Frauen

Marcel Siegrist
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Bilder zum Leserbeitrag

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Jede Frau fand an ihrem Platz einen Riegel vor, der, wie die Zitronen in der Dekoration, aufs Thema des Referats von Frau Therese Lechner hinwies. Mit spezifischen Fragen an die Referentin, führte die Moderatorin, Frau Edith Hofmann, die Zuhörerinnen ebenfalls ans Thema heran. Frau Lechner sprach anschliessend in ihrer gewohnt lebendigen Art, unterstützt durch passende Bilder und Beispiele, über die verschiedenen Inhaltsstoffe von Farmer, Balisto usw. und zeigte dabei vor allem Parallelen zur Entstehung bzw. zur Gesundhaltung von Beziehungen auf. Dabei gab sie auch Tipps, wie in diesen das Einnisten von allfälligen „Krankheitserregern“ vermieden werden kann. Die Referentin ist verheiratet und vierfache Mutter von z.T. erwachsenen Kindern. Mit grosser Freude und Befriedigung führt sie in Goldach eine Praxis für christliche Lebensberatung. Ihr Referat wurde von Sara und Esther Rüdiger auf Klavier und Saxophon musikalisch umrahmt.

Wie entstehen bzw. vergehen Beziehungen?
Von den vielen Begegnungen mit Menschen auf unserem Lebensweg, würden durch bestimmte „Zutaten“, wie Sympathie, gemeinsame Interessen, Verständnis füreinander, Seelenverwandtschaft usw., Beziehungen entstehen, meinte die Referentin. Durch Umzug, Wechsel des Arbeitsplatzes, der Lebensumstände usw., würden dann oft Beziehungen wieder zu losen Kontakten. Doch gäbe es auch solche, die man gar nicht reduzieren möchte und die trotzdem plötzlich „kränkelten“. Solche „Krankheitserreger“ seien z.B. langanhaltender Stress, Gleichgültigkeit und Selbstverständlichkeit. Besonders schlimm sei aber das Nörgeln (kritisieren), wo man seinen Fokus im Alltag, gerade in Paarbeziehungen, vor allem auf fehlende Charakterzüge richte und dabei das Positive übersehe. Darum sei es wichtig, dass man seine Beziehungen pflege. Wie für die Gesundhaltung des Körpers, brauche es auch dafür Vitamine.

Vitamine für Beziehungen
Für die Beziehungspflege ganz wichtig sei das Vitamin Z wie Zeit, betonte Frau Lechner. Davon brauche es täglich mindestens eine kleine Dosis, vor allem in der Familie. Zeit sei das Gegenmittel von Stress. Als gutes Mittel gegen die öde Gleichgültigkeit wirke das Vitamin A, wie Aussergewöhnlich. Besondere Handlungen bzw. Unternehmungen würden Farbe und Würze in den Alltag bringen und Verbindungen vertiefen. Das Vitamin W wie Wertschätzung wirke hervorragend gegen den Beziehungskiller „nörgeln“, in dem man sich auf die positiven Bemühungen, die wohltuenden Eigenschaften des Gegenübers konzentrieren würde, betonte die Referentin.

Ballaststoffe
In einem Powerriegel seien auch Ballaststoffe (unverdaubare Teile) enthalten, erklärte Frau Lechner. Diese kämen ebenfalls in jeder Beziehung vor, wie z.B. Enttäuschungen, Verletzungen, Vorwürfe und Anschuldigungen. Wenn man diese nicht ausschwemme bzw. bereinige, würden sie Beziehungen verstopfen. Anhand eines Beispiels aus ihrem eigenen Beziehungsnetz, zeigte die Referentin den schmerzhaften Prozess des Heilens auf. Dabei half ihr vor allem ein Wort aus der Bibel (Röm. 3,23) in welchem steht, dass wir alle schuldig sind und nichts vorzuweisen haben, was Gott gefallen könnte. Diese Schuld (Ballaststoff) stehe wie eine Mauer, nicht nur zwischen Menschen, sondern auch in der Beziehung zwischen Mensch und Gott. Aber in der Fortsetzung des Textes stehe, dass wir durchs Vertrauen auf Jesus von dieser Schuld freigesprochen würden, betonte Frau Lechner. Die Einsicht, dass alle Menschen aneinander immer wieder schuldig würden, fordere auf zu vergeben. Dies geschehe aber nicht auf Knopfdruck, betonte die Referentin. Oft müsse man gerade auch beim Ausüben von Vergebung akzeptieren, dass man danach trotzdem nicht alles verstehen könne und man gewisse Dinge einfach stehen lassen müsse. Nach dem Ausschwemmen solcher Ballaststoffen, gelte es, die Beziehung wieder mit den Vitaminen Z (Zeit) und W (Wertschätzung) aufzubauen und zu stärken. Gute Beziehungen würden meist zuerst „aushungern“, bevor es zu einem Zusammenstoss käme. Zum Schluss munterte Frau Lechner ihre Zuhörerinnen nochmals auf, ihre Beziehungen immer wieder mit Powerriegeln zu ernähren. Auch solche, die sich nach Freundschaften sehnen würden, könnten mit Zeit, Wertschätzung, aufrichtigem Interesse und aussergewöhnlichen Unternehmungen aus einer Bekanntschaft eine Beziehung aufbauen.

CD’s dieses Vortrages können bei Frau Ch. Weber-Weber, Unterfeldstr. 8, 5727 Oberkulm für Fr. 11.--bezogen werden. Das nächste Treffen findet am 27. Oktober 2012 statt. Frau Regula Schwab spricht dann zum Thema: „Zufrieden leben“.

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