Leserbeitrag
Entlang der „Route des Vins d’Alsace“

Die diesjährige Turnfahrt der Männerriege Erlinsbach SO führte ins charmante Elsass.

Daniel Häfliger
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Nach der Sommerhitze im August und den Gewitterstürmen, die gegen Ende des Monats über dem Niederamt niedergegangenen waren, stellten sich die Männerriegeler aus Erlinsbach SO nur eine Frage: wie wird das Wetter am letzten Augustwochenende? Warum sie das so brennend interessierte ist klar, denn die 2-tägige Turnfahrt ins Elsass war schon lange fett in den Agenden eingetragen. Die Angst, den Regenschirm als ständigen Begleiter zu haben, war unbegründet. Schon am Samstagmorgen lachte die Sonne freundlich auf den Dorfplatz in Erlinsbach, als der Car von Born Reisen pünktlich um 07.30 Uhr Richtung Aarau losfuhr.

Ausflug mit Frauen und Partnerinnen. Alle zwei Jahre sind die Frauen und Partnerinnen der Männerturner zur Vereinsreise eingeladen. Die 34-köpfige Truppe, angeführt von den diesjährigen Organisatoren Konrad Pfister und Hans-Peter Lochinger, war gespannt, was sie erwarten wird. Das vorgängig abgegebene Reisprogramm gab nur die Eckdaten bekannt und wer die beiden „Leithammel“ kennt, der wusste, dass sie noch einige Überraschungen auf Lager hatten. Zuerst führte die Fahrt nach Colmar. Zwar war die Temperatur anfänglich etwas kühl, aber der Charme der Altstadt und ein feines Kaffee und Gipfeli liessen das rasch vergessen. Nach der Stärkung ging die Reise weiter nach Riquewihr. Das rund 1‘200 Einwohner zählende Dorf ist auf Grund seines unversehrt erhaltenen Stadtbildes aus dem 16. Jahrhundert als eines der Plus beaux villages de France klassifiziert und liegt mitten in den Weinbergen des Elsass. Nach dem Zimmerbezug im Hotel Le Riquewihr war die Reisetruppe bei den Weinbauern Sparr zu Gast. Umrahmt von interessanten Informationen über das Elsass und die Spezialitäten des Weinbaus konnten verschiedene Weine degustiert werden. Der anschliessende Spaziergang durch die Rebberge über dem Dorf mit einer eindrücklichen Aussicht über das Rheintal rundete den ersten Tag ab. Nach dem gemeinsamen Nachtessen folgte noch der wohlverdiente Schlummertrunk.

Via Haut-Koenigsburg auf den Affenberg. Der Sonntag bot ein sehr abwechslungsreiches Programm. Nach dem feinen Frühstücksbuffet ging die Fahrt zur Hochkönigsburg, der bedeutendsten und bekanntesten elsässischen Burg hoch über St-Hippolyte. Nach einer äusserst lebendigen Führung in den alten Gemäuern folgte auf dem Affenberg dann ein ganz anderes Erlebnis. Wir machten Bekanntschaft mit grossen und kleinen Makaken (Berberaffen), die sich frei in einem Pinienwald von 24 ha Fläche bewegen. Sie sind unter anderem heimisch in Marokko, dort aber eine bedrohte Tierart. Nach einer kleinen Stärkung führte die Rückreise in die Schweiz dann entlang eines Teils der Route des Vins, die sich über rund 100 Km entlang der Vogesen erstreckt. Die Blumenpracht und die gepflegten Riegelhäuser der kleinen Dörfer inmitten der grünen Reben bleiben sicher allen in Erinnerung. Via Mulhouse und Basel und begleitet von der Abendsonne erreichten wir kurz vor 19 Uhr das Ziel in Speuz. Eine gemütliche und erlebnisreiche Turnfahrt ging zu Ende. Den beiden Organisatoren Koni und Kobi gebührt der beste Dank.

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