Leserbeitrag
Ehemalige des Jahrganges 1941 auf Reisen

Schulreisli Ehemaliger

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Rupperswil: Ehemalige des Jahrganges 1941 auf Schulreise Bereits zum vierten aufeinander folgenden Mal haben sich 12 ehemalige Primarschüler und ein Gast aus der Bezirksschulzeit zusammengefunden um miteinander eine zweitägige Reise zu unternehmen. Leider waren die sonnigen Tage des Herbstes vorbei und so fuhr man im Kleinbus zuerst durch das Nebel verhangene Seetal nach Emmen wo die Gruppe von Mitarbeitern des hier ansässigen, bundeseigenen Rüstungskonzerns zu einer Firmenbesichtigung empfangen wurde. Hier konnte Einblick genommen werden in die Fertigung der Flügelenden (Wing Tips) für den Airbus A 380 (grösstes Passagierflugzeug) und man sah auch wo und wie die Flugzeuge der Schweizer Luftwaffe gewartet werden, u.a. der F-5 Tiger, der F/A 18 Hornett, die Helikopter und auch die Drohnen. Mit grossen Augen wurden zum Abschluss in der letzten Halle die riesigen Nutzlastverkleidungen für die „ARIANE“ Trägerrakete bestaunt. Beeindruckt vom gesehenen nahm man anschliessend im letzten Zunfthaus von Luzern an schönster Lage das Mittagessen ein. Nach einem kurzen Verdauungsspaziergang fand man sich im Bourbaki-Panorama in den Winter von 1871 zurückversetzt in welchem 87'000 Mann der französischen Ostarmee bei Les Verrières von der Schweizer Armee unter dem aargauischen General Hans Herzog, interniert worden sind. Eine grosse Herausforderung an den damals noch jungen Schweizer Bundesstaat. Bewegt und ein bisschen aufgewühlt von den auf dem einmaligen Rundbild dargestellten Szenen, wurde Luzern verlassen und dem Tagesziel auf dem Seelisberg zugesteuert. Wie es sich für ehemalige Klassenkameraden gehört, wurden dann hier hoch über dem Vierwaldstättersee in froher Runde und bei geselligem Beisammensein bis tief in die Nacht längst vergessene Anektoden wieder erzählt, aufgefrischt und auch ein bisschen aufgebauscht. Auch am zweiten Tag musste die Reise leider unter grau verhangenem Himmel fortsetzt werden. Nach kurvenreicher Fahrt hinunter nach Beckenried wurde mit der Autofähre nach Gersau übergesetzt und über den Sattel nach Oberägeri gefahren, wo ein kurzer Halt zum Besuch des Morgartendenkmals eingelegt wurde. Zur angenehmen Überraschung aller durfte in Baar ein längerer Zwischenhalt einschaltet werden. Im schönen Heim einer Klassenkameradin wurde die Reisegruppe mit Apéro und einem vorzüglichen Grilladen-Buffet verwöhnt. Den Gastgebern Barbara und Fred sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt! Vor der Heimreise ist man während des Besuches der Höllgrotten noch in das Innere unseres Erdenreiches vorgedrungen und hat so die Reise „betropft“ mit dem Wasser ab den Stalaktiten abgeschlossen. Die Klassengeschichte der ehemaligen Primarschüler mit dem Jahrgang 1941 ist mit dieser Reise wieder um zwei eindrückliche und schöne, wenn auch neblige Tage erweitert worden.