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Die Stadtmusik Laufenburg lud zum Kirchenkonzert

Dieter Deiss-Weber
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MG_Laufenb_Kiko_06.JPG Für die Musiker an der Perkussion gab es beim Konzert der Stadtmusik viel zu tun.
MG_Laufenb_Kiko_05.JPG Die Stadtmusik Laufenburg bei ihrem Konzert in der Stadtkirche St. Johannes.

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Mit einem abwechslungsreichen, hochstehenden Programm wartete die Stadtmusik Laufenburg bei ihrem traditionellen Kirchenkonzert auf. Man spürte von Beginn weg, dass dieser Auftritt für die Musikantinnen und Musikanten einen grossen Stellenwert hat.

Der Auftakt zu den gut einstündigen Darbietungen in der fast vollen Stadtkirche ertönte mit Pauken und Fanfaren, logisch eigentlich, wenn das Stück schon „Alpina Fanfare“ betitelt ist. Zwischendurch gab es dann wieder ruhige, harmonische Klänge. Mit „Village on the River“ folgte bereits ein erster Höhepunkt. Das sehr anforderungsreiche Stück, das die Stadtmusik am Aargauischen Kantonalmusikfest in Aarburg als Aufgabenstück gespielt hatte, wurde vom Ensemble hervorragend und abwechslungsreich interpretiert. Das kurze „Adagio“ von Tomaso Albinoni stand im Gegensatz zum vorangehenden Stück: Es floss ruhig dahin und klang sanft aus. Die Musikantinnen und Musikanten zeigten, dass sie auch leise Töne spielen können, vor allem aber, dass sie diese leisen Töne auch rein zu spielen vermögen.

Gut abgestimmte Programmwahl

Temperamentvoll ging es dann wieder zu in der „English Folk Song Suite“. Dieses Stück gehöre zum Standortrepertoire eines guten Blasorchesters, meinte schmunzelnd Moderator Walter Marbot, dessen kurze, schnörkellosen Ansagen zu gefallen wussten. Nach dem schwungvollen 1. Satz, wo insbesondere die Holzbläser einige schwierige Passagen zu meistern hatten, folgte der äusserst einfühlsam gespielte 2. Satz. Tänzerisch leicht schloss dann der 3. Satz das unterhaltsame Werk ab. Mit „Nimrod“, der neunten von insgesamt vierzehn Variationen des britischen Komponisten Edward Elgar, folgte ein sehr langsames, für die Musikantinnen und Musikanten nicht minder anspruchsvolles Stück. Die Pianis hatten hier Vorrang. Dies gilt auch für „Greensleeves“, das als nächstes auf dem Programm stand. Es war sehr sauber gespielt und der ausgewogenen Klang beeindruckte. Schön auch, wie die einzelnen Register fliessend ineinander übergriffen. Zum Abschluss gab es mit „Pomp and Circumstance“ dem Titel entsprechend nochmals eine wuchtige Darbietung mit einem pompösen Schluss.

Dem Publikum gefiel’s, und es verdankte dies mit einem grossen Applaus. Tatsächlich gab es keinen einzigen „billigen“ Programmfüller. Dirigent Martin Burgunder, der übrigens das Orchester temperamentvoll, aber bestimmt, leitete, hatte eine vorzügliche Auswahl getroffen. Mit dem bei Kerzenlicht gespielten amerikanischen Weihnachtslied „The Little Drummerboy“, verdankte die Stadtmusik den Applaus und brachte noch etwas vorweihnächtliche Stimmung in die Stadtkirche.

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