Leserbeitrag
Behörde auf Schulbesuch in Spreitenbach

Gemeinderat und Schulpflege waren zum Schul- und Arbeitsbesucht eingeladen.

Marcel Siegrist
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Die Behördenmitglieder von Spreitenbach, Mitglieder des Gemeinderates und der Schulpflege, wurden am 19.02.2009 zu einem rund halbtägigen praxisorientierten Schul- und Arbeitsbesuch von Seiten der Schulleitung Spreitenbach eingeladen. Für die Mittagsverpflegung war eine Ober-stufenklasse zuständig, die die geladenen Gäste mit ihren Kochkünsten verwöhnt hat.

Ziel des in jeder Hinsicht erfolgreichen Anlasses war es, einen direkten und persönlichen Einblick in den Schulalltag, den Ist-Zustand, zu gewähren und dabei Chancen, Visionen und Probleme aktueller Gegebenheiten und Schulentwicklungen vor Ort im persönlichen Nachvollzug zu erleben und zu thematisieren.
Beim Schulbesuch wurden alle Schulstufen gleichermassen eingeschlossen, was eine gute Ge-samtschau ermöglicht hat. Gezeigt wurde da eine Vielfalt von Unterrichtsformen, auch eine di-daktische Vielfalt, die das zunehmend individualisierte Lehr- und Lernklima prägt, das von den Lehrpersonen mit grossem Engagement gelebt wird. Die gute Schule für jedes Kind steht dabei immer im Zentrum, vom Kindergarten bis in die Oberstufe, die, mit der Unterstützung von Eltern und der Behörde, mit einem Blick in die Zukunft, weiterentwickelt werden will.

Der Besuch im Kindergarten hat besonders deutlich gezeigt, dass die Kinder mit sehr unter-schiedlichen „Rücksäcken" in Bezug auf ihr Lernvermögen und - verhalten in den Kindergarten kommen. Eine gelebte Chancengerechtigkeit kann es nur dann geben, wenn die Eltern sich um die Förderung ihrer Kinder bereits vor dem Kindergarteneintritt aktiv bemühen. Findet das in je-ner Lebensphase nicht statt, hat dies gravierende Folgen auf die persönliche und schulische Ent-wicklung des Kindes.
Diese Erkenntnis hat beim Behördenbesuch erneut klar gemacht, wie wichtig ein noch engerer Austausch und eine noch regere Zusammenarbeit zwischen der Schule und der politischen Be-hörden sind. Die Frühförderung, die vor dem Kindergarten stattfinden muss, ist die Basis für eine ausbaubare schulische Laufbahn. Eltern und Behörden in Spreitenbach sind in der Sache glei-chermassen gefragt und gefordert.

Im 2006 ist die Schule Spreitenbach mit allen 3. Primarschulklassen ins Pilotprojekt „Englisch auf der Primarstufe" eingestiegen. Im August 2009 werden die ersten Primarschulklassen mit 3 Jah-ren Englischunterricht in die Oberstufe übertreten. Die Schule Spreitenbach hat früh erkannt, dass die Bedeutung des Englisch für das spätere Berufsleben zunehmend an Gewicht gewinnt und eine wichtige Zusatzqualifikation beim Übertritt ins Berufsleben ist. Aus diesem Grund wird für diese Projektklassen die nahtlose Weiterführung des Englischunterrichtes auf der 1. Oberstufe bereits ab dem Schuljahr 09/10 finanziell und organisatorisch von Seiten der Gemeinde und der Schule garantiert.
Der Besuch des Englischunterrichts in der 5. Primarklasse hat alle Besuchenden besonders positiv überrascht und hat den bereits eingeschlagenen Kurs betreffend Englischunterricht bestärkt. So-wohl auf der Primarstufe als auch auf der Oberstufe hat die EDV bereits einen festen und be-währten Platz im Unterrichtsgeschehen. Die Schülerinnen und Schüler beherrschen den Umgang mit dieser Technik bereits sehr gut.

Eine gute Schule ist ein Standortvorteil, bemerkt Josi Bütler, Gemeindepräsident. Gute Schule konnte am Besuchstag in der Tat direkt erlebt werden. Dies ist nur dadurch möglich, dass Lehr-personen und die Schulleitung vollen Einsatz leisten, sich den vielfältigsten Herausforderungen stellen und innovative Lösungen suchen und finden wie Doris Schmid, Schulpflegepräsidentin, ergänzt.

Die Behörden haben mit einem grossen Dank an die Schule festgestellt, dass die Schule Sprei-tenbach bei Schulentwicklungsfragen offensichtlich die Nase vorn hat!

Der Erfolg dieses Besuchstages bestärkt die Schule darin, den Anlass auch für weitere Gremien, Kommissionen und Schlüsselfiguren der Gemeinde zu öffnen: Der direkte Einblick in den Schulall-tag macht schulische Bedürfnisse und Projekte für Besucherinnen und Besucher noch nachvoll-ziehbarer und damit praktisch verständlich. Offene Ohren für die Aufgaben und Anliegen der Schule sind die Folgen!