Leserbeitrag
Augustwanderung vor imposanter Kulisse

René Lehmann
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Bereits um 6.45 Uhr stand die Wanderschar am 26. August beim Bahnhof Killwangen bereit, für die grosse Tour ins Glarnerland. Angesagt war eine Wanderung vom Urner-boden nach Braunwald. Mit der Bahn ging es zuhinterst ins Glarnerland und dann mit dem Postauto auf die grösste Alp der Schweiz, den Urner Boden. Beim Aussteigen vor dem Restaurant Sonne, empfing die Wanderinnen und Wanderer ein Gebimmel von rund 1200 Kuhglocken. Das Vieh war vor wenigen Tagen erst von den höheren Alpen auf den Urnerboden gekommen um dann, nach vier Wochen Aufenhalt auf demselben, endgültig ins Tal zu ziehen. Gestärkt mit Kaffee und Gipfeli machte man sich anschliessend auf den Weg. Über Alpweiden ging es zuerst einmal eine gute halbe Stunde steil aufwärts. Auf der einen Seite hatte man das Clariden- und das Tödimassiv vor Augen und auf der andern die schroffen Felswände vom Jägerstock. Oben angekommen belohnte einem ein wunderbarer Ausblick auf den weit unten liegenden Urnerboden. Und nun ging es weiter auf einem schmalen Weglein Richtung Nussbühl wo das Mittagessen wartete. Über Wiesen und Wald schängelte sich der Weg, abwechslungsweise bergauf und bergab durchs Gelände. Bergab vor allem, waren einige anspruchsvolle Steilstücke zu überwinden, welche manchem tüchtig in die Knie fuhren. Die Wanderzeit war um einiges länger als vorausgesagt. Nach jeder Kurve glaubte man, nun endlich das Nuss-bühl vor sich zu haben, doch wieder hatte man sich getäuscht. Mit einer guten Stunde Verspätung traf man dann doch dort ein und liess sich nach soviel Strapazen das Mittagessen erst recht schmecken. Nach der Mittagsrast wanderte man auf einem gut ausgebauten Weg, im Sommer fahren dort die Pferdewagen und im Winter die Pferdeschlitten, Richtung Braunwald. Nach etwas mehr als einer Stunde traf man in Braunwald ein. Kopfschüttelnd betrachtete man die riesigen Wohnblocks welche am Rand des Dorfes erstellt werden. Vor der Abfahrt der Standseibahn genehmigte man sich noch ein kühles Getränk am Kiosk und dann gings hinunter nach Braunwald-Station. Etwas müde, aber immer noch beeindruckt vom prächtigen Panorama während des ganzen Tages, liess sich die Wanderschar von der S-Bahn nach Hause fahren.