Leserbeitrag
Auf der Schwelle zum Jubiläumsjahr

Versammlung der Röm. Kath. Kirchgemeinde Würenlos 2011

Marcel Siegrist
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Mit Bildern aus 75 Jahren Kirchengeschichte kündet Fredy Koller, Präsident der Kirchenpflege, den 80 Anwesenden der Kirchgemeindeversammlung der katholischen Kirche Würenlos das bevorstehende Jubiläumsjahr 2012 an. Unter dem Motto „nacheinander - nebeneinander - miteinander" wird der Geburtstag der katholischen Marienkirche und der reformierten Kirche Würenlos gefeiert. Gemeinsam soll in den nächsten Monaten das Grobkonzept unter Einbezug aller verfeinert und umgesetzt werden.

Mit einem Gedicht der im März dieses Jahres verstorbenen Schwester Maria Hedwig vom Kloster Fahr, bekannt und besonders geschätzt als Silja Walter, gedenkt Gemeindeleiter Peter Spinatsch des letzten Würenloser Pfarrherren Marcel Boiteux. Bis zu seinem Tod ebenfalls im März war der beharrliche freundliche Mann Priester aus innerstem Bedürfnis heraus im Dienst an der Sache, an Gott und an den Gläubigen.

Zum europäischen Jahr der Freiwilligenarbeit würdigt der Präsident speziell die Tätigkeit aller Ehrenamtlichen in der Kirchgemeinde: Kirchenchor, KAB (katholische Arbeitnehmer Bewegung), Jubla, Frauenbund, Dritt-Welt-Gruppe, LektorInnen, Liturgische Tanzgruppe, Besuchsgruppe (Besuchstätigkeit bei Alten und Trauernden), Kinderhütedienst. Die Kirchgemeinschaft lebt durch sie alle. Anlässlich der Synode in Aarau rief Bischof Felix Gmür zur Unterstützung, Wertschätzung und Schulung dieser Menschen auf. Es werde schlussendlich zu einem Gewinn für alle.
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Die Jahresrechnung 2010 wird trotz eines ausgewiesenen Verlusts genehmigt. Urs Burch kommentiert die leicht sinkende Kirchensteuer bei wachsender Bevölkerung (in den letzten 10 Jahren um 17%). Die Anzahl Katholiken hat aber nur leicht zugenommen. Die Einnahmen aus der Kirchensteuer sind jedoch leicht abnehmend.
Bei der Kirchenpflege liegt die schwierige Aufgabe, mit dieser Budgetknappheit sinnvoll umzugehen. Das Budget 2012 wird ebenfalls genehmigt.

Ein zentrales Traktandum ist das baufällige und nur noch teilweise bewohnbare alte Bauernhaus an der Schulstrasse, die „Chilemetzg". Die Kirchgemeinde stimmt dem Antrag von C.A. Zehnder zu, das Objekt nicht denkmalschützerisch zu behandeln und das Grundstück auch nicht zu verkaufen. Die Kirchenpflege erhält den Auftrag, auf der Grundlage von Studienaufträgen von 3 Architekten einen Investor zu finden.

Als Abschluss des offiziellen Teils bedankt sich Peter Spinatsch bei allen Mitarbeitenden, Freiwilligen und Helfern und ruft auf zu guter Offenheit im Umgang miteinander. Werden Kommunikationsstörungen ernst genommen und aufgearbeitet, dann kann etwas Neues entstehen.
Als besonderen stillen Wert in unserer Pfarreigemeinschaft nennt er die Anteilnahme in Situationen von Einsamkeit, Alter, Krankheit und Trauer. Er ist überzeugt davon, dass da sehr viel Ermutigendes und in Gegenseitigkeit geschieht auf allen Ebenen, ohne dass dies je quantitativ erfasst werden könnte. (acl)

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