Coronavirus

Zum ersten Mal in der Geschichte: Ferienwoche in China wird auf Befehl um drei Tage verlängert

Die Ferienwoche der chinesischen Bevölkerung wurde um drei Tage verlängert.

Die Ferienwoche der chinesischen Bevölkerung wurde um drei Tage verlängert.

In China haben die Behörden mit Stand Redaktionsschluss 81 Tote bestätigt und rund 3000 Infizierte. Mindestens 6000 Patienten sind Verdachtsfälle, bei denen die medizinischen Tests noch laufen.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes wurde die Ferienwoche zum Neujahrsfest um drei Tage verlängert. Damit möchte man verhindern, dass die Abermillionen Chinesen, die sich derzeit auf Familienbesuch in den Provinzen des Landes befinden, allzu schnell wieder in die Metropolen an den Ostküsten des Landes zurückreisen – und den Erreger möglicherweise weiter durch das Land tragen.

Die Stadt Suzhou, bekannt als ostchinesisches Zentrum der Fertigungsindustrie, ging einen Schritt weiter und wies die Arbeiter an, bis zum 9. Februar zu Hause zu bleiben. Auch das riesige IT-Konglomerat Tencent aus Shenzhen hat eine ähnliche Weisung an seine Angestellten herausgeben.

Besonders im Epizentrum Wuhan bleibt die Lage angespannt: 100'000 Einweg-Schutzanzüge bräuchten die örtlichen Krankenhäuser täglich, die chinesischen Fabriken können derzeit jedoch nur ein Drittel davon produzieren. Laut dem Transportministerium wurden Tausende Taxis in Wuhan angeordnet, um die Ärzte, Forscher und weiteres Krankenhauspersonal zu ihrem Arbeitsort zu bringen. Sämtlicher öffentlicher Verkehr und auch ­unautorisierte Autos auf den Strassen wurden bereits verboten.

Wie verunsichert die Menschen sind, hat sich am Montag in Peking gezeigt: Riesige Menschenschlangen haben sich am Vormittag vor dem Westbahnhof gebildet, offensichtlich um Züge aus der Stadt zu ergattern. Zuvor kursierten Gerüchte auf den sozialen Medien, dass die chinesische Hauptstadt ebenfalls unter Quarantäne gestellt werden könne.

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