Weinfelden

Katholiken diskutieren über Sanierung der Kirche

Gemeindeleiter Armin Ruf und Kirchenpräsident Roger Häfner-Neubauer gratulierten Pfarrer Theo Scherrer zu seinem 40-jährigen Dienstjubiläum.

Gemeindeleiter Armin Ruf und Kirchenpräsident Roger Häfner-Neubauer gratulierten Pfarrer Theo Scherrer zu seinem 40-jährigen Dienstjubiläum.

Die Katholische Kirchgemeinde Weinfelden hat an der Budgetgemeindeversammlung vom Mittwochabend über einen Küchenumbau abgestimmt und über die Kirchensanierung diskutiert.

Die Katholische Kirchgemeinde Weinfelden will kein eigenes Süpplein kochen. Das heisst, vielleicht doch, aber dann für bis zu 100 Personen. Das sollte nämlich in der neuen Küche im Pfarreizentrum künftig möglich sein. Behördenmitglied Martin Beck informiert am Mittwochabend die 53 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über den geplanten Umbau der Küche.

Einen Kredit von rund 463'000 Franken sollen die Anwesenden dafür genehmigen. Neue Küchengeräte, neue Anordnung und ein neuer Durchgang soll es geben. Dadurch können hygienische Standards wieder eingehalten werden, die Anforderungen an den Brandschutz sind gegeben und künftig können doppelt so viele Personen bekocht werden. Bei den Geräten gibt vor allem der Glaseramikherd zu reden.

«Viel besser wegen der Unfallgefahr wäre doch ein Induktionsherd», sagt eine Votantin. «Zudem könnte man mit dem Induktionsherd Fördermittel beantragen», sagt ein Kirchbürger. Beck hört zu und verspricht, die Voten in der Kommission noch einmal zu besprechen. «Wir gingen von einer einfacheren Handhabung beim Glaskeramikherd aus, daher haben wir uns für dieses Modell entschieden. Aber ich nehme die Anregungen gerne auf», sagt er. Am Ende stimmt der Souverän dem Kredit zu. Der Umbau soll zwischen Juli und August stattfinden. Dann sei wegen der Sommerferien sowieso weniger los.

Grosse Resonanz auf den Altar im Kirchenschiff

Roger Häfner-Neubauer, Präsident Katholische Kirchgemeinde Weinfelden.

Roger Häfner-Neubauer, Präsident Katholische Kirchgemeinde Weinfelden.

Roger Häfner-Neubauer übernimmt danach das Rednerpult wieder. Als Präsident hat er bereits zuvor durch die Traktanden geführt (siehe Kasten). Nach der Küche informiert Häfner die Kirchbürger über den Stand der Kirchenrenovation. Wie sich herausstellt, ist es ein sehr emotionales Thema. Bereits an der vergangenen Versammlung stellte die Behörde den Vorschlag der Planungsgruppe vor, den Altar künftig im Kirchenschiff zu platzieren.

«Aufgrund der heftigen und sehr emotionalen Reaktionen, konnten wir unseren Vorschlag nochmals etwas anpassen», sagt Häfner. Es soll nun zwei Varianten geben, wo der Altar in der Regel stehen soll.

Gemeindeleiter Armin Ruf erläutert die beiden Standorte. «In der Variante Nähe steht der Altar im Schiff der Kirche. Wir wollen damit mehr Nähe zu den Gottesdienstbesucher herstellen, die dann um den Altar sitzen können. Die Variante Sichtbarkeit ist die bis anhin bekannte, mit dem Altar im Chorraum», sagt Ruf. Wichtig sei ihm, dass es kein Gegeneinander der beiden Varianten gäbe, sondern dass man für sich selbst überlege, welche Variante einem besser gefällt.

Armin Ruf, Gemeindeleiter der Pfarrei St.Johannes.

Armin Ruf, Gemeindeleiter der Pfarrei St.Johannes.

Im Anschluss gab es mehrere Voten zu der Sanierung. Einen Wunsch äusserten zwei Frauen, die finden, dass es schade wäre, die Marienstatue auf einen Sockel zu stellen. «Sie ist zwar eine grosse Frau, aber man kann ihr auf Augenhöhe begegnen», sagt eine Votantin. Andere fragten nach dem Material des Altars und einen Widerspruch gab es zur Teppichfarbe. «Diese Farbe ist mir zu süss», sagt die Kirchbürgerin.

Die Visualisierung der Variante Nähe zeigt, wie der Altar im Kirchenschiff stehen soll. Der Altar soll tragbar aus Stein und Holz sein.

Die Visualisierung der Variante Nähe zeigt, wie der Altar im Kirchenschiff stehen soll. Der Altar soll tragbar aus Stein und Holz sein.

Über die Sanierung und die Renovation der 120-jährigen Kirche können die Kirchbürger am 15. März 2021 an einer ausserordentliche Gemeindeversammlung befinden. Bei einem Ja wäre der Baubeginn am 27. September.

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