Endlich! Bei Schnee und Kälte laufen Schlittenhunde zur Höchstform auf – und zwar so, dass sie kaum zu bremsen sind. 

Während die Hunde von Alain Hauert beim ersten Schneetraining in Arosa nur so sprühen vor Energie, hat auch er ein glückliches Lächeln im Gesicht, während er sagt: «Bei uns im Unterland hat bisher nur wenig auf den Winter hingewiesen. Jetzt endlich im Schnee laufen zu können, das macht enorm Spass – uns und den Hunden.»

Hauert ist Präsident des Schweizer Schlittenhundesport-Vereins. Am 12. Januar beginnt die Renn-Saison in Splügen und auch er trainiert jetzt mit seinen Hunden im Schnee. 

Wie eine Fussballmannschaft

Wie die Hunde vor den Schlitten gespannt werden, hat Ähnlichkeiten mit der Aufstellung einer Fussballmannschaft. Je nach Platzzuteilung hat ein Hund eine bestimmte Rolle inne. Vorne laufen jene Tiere, die auf die Kommandos hören und so dem Rest des Gespanns die Richtung vorgeben. Jene Hunde ganz hinten beim Schlitten müssen die meiste Kraft haben.

«Aber es soll nicht jeder Hund immer die gleiche Position laufen», sagt Alain Hauert. «Wie in einer Fussballmannschaft versuchen auch wir einen defensiven Spieler im defensiven Mittelfeld und in der Verteidigung einzusetzen.»

Der Hundeführer, der sogenannte Musher, hat die Aufgabe, die Fähigkeiten seiner Hunde einzuschätzen und sie dann entsprechend einzusetzen. «Von den Hunden lernt man sehr viel», sagt Hauert, «das man ins tägliche Leben, aber auch ins Berufsleben mitnehmen kann.» Eine Lebensschule sei es deshalb, das Schlittenhundefahren. (sda/smo)