Vom Geschäftsmann zum Gottesdiener. Die «Karriere» des Ansgar Gmür ist eine aussergewöhnliche. In den Jahren 2000 bis 2018 war er Direktor des Schweizerischen Hauseigentümerverbands, jetzt macht er den Bachelor in Theologie an der Uni Zürich.

Ansgar Gmür will Pfarrer werden und sagt dazu: «Ich werde wohl nicht der beste, aber vielleicht der lustigste Pfarrer.»

Die Kraft von oben

Schlafen könne er gut, überall, «aber wenn ich wach bin, dann bin ich wach», sagt er. Sich nach der Pension zur Ruhe zu setzen, das konnte sich Ansgar Gmür sich folgedessen nicht vorstellen.

Als der Vater von drei Töchtern 65 wurde, entschied er sich also dafür, Pfarrer zu werden. Das heisst: Gott hat in einem Traum zu ihm gesprochen, wie er in dern Sendung «TalkTäglich» auf Tele Züri erzählt.

Die Religion war aber schon immer Thema, aus einer christlichen, ja erzkatholischen Familie komme er, sagt Gmür. Kraft und Energie kamen bei ihm schon immer von oben, auch in seiner Zeit beim Hauseigentümerverband.

An der Himmelspforte

Für die Hauseigentümer habe er viel getan, aber an der Himmelspforte wolle er sich nicht eingestehen müssen, dass er für Gott nichts gemacht habe.

Eine eigene Pfarrei wird Ansgar Gmür nicht mehr übernehmen können, wenn er sein Studium mit plus-minus 67 beendet. Vielmehr stellt er sich vor, eine Art wandernder «Unternehmerpfarrer» zu werden und so Managern das Seelenheil bringen. So oder so: Es verspricht lustig zu werden. (smo)

Sehen Sie hier die Sendung «TalkTäglich» mit Ansgar Gmür in voller Länge: 

Vom Geschäftsmann zum Gottesdiener