Leben

Eine Partnerin für den Sehuencas-Wasserfrosch

Der schnelle Gepard verliert seinen  Lebensraum in  Afrika.

Der schnelle Gepard verliert seinen Lebensraum in Afrika.

Gesamthaft geht die Artenvielfalt in der Tierwelt zurück. Doch es gibt auch Gewinner. Zum Beispiel den Sehuencas-Wasserfrosch, von dem nur noch ein Exemplar bekannt war.

Im Moment gibt es in Australien viele Verlierer in der Tierwelt. Setzt dort das Feuer den Tieren zu, macht das weltweit übers Jahr verteilt auch der Mensch. Doch unter den Tieren gibt es nicht nur Verlierer, wie der WWF in seiner alljährlichen Tierbilanz feststellt. Eine Erfolgsmeldung gibt es vom Sehuencas-Wasserfrosch. Von dieser Art lebte nur noch ein einziges Exemplar in einem Naturmuseum in Bolivien. Nun haben Forscher in der Wildnis ein Weibchen des Wasserfrosches gefunden und hoffen nun, dass dieses mit dem nun nicht mehr einsamen Männchen die Froschart vor dem Aussterben rettet. Besser geht es auch den Elefanten in Myanmar. Wurde von zwei Jahren noch jede Woche ein Elefant getötet, um aus seiner Haut Hautcreme zu machen, ist es den Rangern gelungen, die Wilderer abzuhalten.

Mehr Goldschakale als Wölfe

Verbreiten kann sich auch der Goldschakal. Weil er eher wärmere Temperaturen bevorzugt, verlässt der Goldschakal seine angestammte Region im Südosten Europas und zieht ins zunehmend milder werdende Mitteleuropa. Sein Bestand übersteigt in Europa momentan den seines grössten Feindes – des Wolfes – um das Siebenfache. Auch in der Schweiz wurden schon Goldschakale gesichtet. Ebenfalls ein Gewinner ist der Borkenkäfer, dem Trockenheit und Wärme gefallen.

Wildbienen gehören zu den Verlierern

Der Klimawandel produziert aber auch Verlierer wie zum Beispiel die Eisbären. Dem Zackenbarsch schadet die Überfischung, den für unser Ökosystem extrem wichtigen Wildbienen die vielen Pestizide und die extensive Landwirtschaft. Und der Gepard hat in Afrika 75 Prozent seines Lebensraums verloren. Gemäss dem Living Planet Report sind weltweit die Tier-Populationen in weniger als 50 Jahren durchschnittlich um 60 Prozent zurückgegangen. Auch die Schweiz erlebt ein grossen Rückgang der Arten.

Autor

Bruno Knellwolf

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