Normalerweise nehme ich für die etwas abgelegeneren Orte ja das Auto, parkiere bei der Kirche und starte von dort aus meinen Spaziergang. An jenem freien Montag aber überraschte ich mich selbst, nahm den Zug nach Olten, suchte mir irgendeinen Bus aus und blieb so lange sitzen, bis ich a) alleine in ebendiesem Bus sass und er sich b) nicht mehr bewegte. Die Linie 506. Olten – Trimbach – Ifenthal – Hauenstein. Endstation: Wisen. Haltestelle, Sie ahnen es sicher schon: Kirche.

Dieses Mal hob ich mir sie für den Schluss auf. In der unerfüllten Hoffnung, in ihrem Innern etwas Abkühlung zu finden. Es war einer dieser heissen Tage, an denen wohlige Kuschelsocken noch so abwegig waren wie ein November ohne Nebeldecke. Übers Wetter – den Klassiker schlechthin – kam ich mit dem Buschauffeur ins Gespräch. Er musste sich gedulden, bis er nach seiner 50-minütigen Mittagspause wieder starten durfte. Ich hatte früher als geplant so gut wie das ganze Dorf gesehen.

Ich weiss jetzt, dass er nebenher Camper verleiht. Dass der Direktor des Busbetriebs Olten Gösgen Gäu in Wisen wohnt. Und dass der Ort in beiden Richtungen der Hauptstrasse nur über den Kanton Basel-Landschaft zu erreichen ist.

Es gibt natürlich auch andere Wege nach Trimbach und Olten, das Luftlinie fünf Kilometer entfernt ist. Zeitzeugen von damals berichten von wilden Ritten auf frisierten Töffli mitten durch den Wald. Und weil die Jungs meist noch zu zweit auf dem Gaul sassen, gab es auf dem Kiesweg hinunter in die Stadt nur eine einzige goldene Regel: Ja nicht bremsen.

Das weiss ich nicht vom Buschauffeur. Aber das nur so nebenbei.

Nächster Halt: Tecknau BL