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7 Prozent der Waadtländer Bevölkerung sind gegen das Coronavirus immun

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Wer wurde infiziert, vielleicht ohne es zu wissen? Im Waadt sind es gemäss einer neuen Studie 7 Prozent. Das ist weniger als im Kanton Genf.

Wäre die Hälfte der Schweizer Bevölkerung bereits immun gegen das Coronavirus, würde dies die Ausbreitung der Epidemie um 80 bis 90 Prozent reduzieren. Davon ist die Schweiz weit entfernt. Eine neue Studie aus dem Kanton Waadt des Lausanner Universitätsspitals Unisanté zeigt nun, dass dort 7 Prozent der Bevölkerung Antikörper gegen Covid-19 haben.

Die Studie zeigt ausserdem, dass die Wahrscheinlichkeit, dass jemand aus dem selben Haushalt ebenfalls infiziert wird, bei rund 50 % liegt. Personen, die mit Infizierten für länger als eine Viertelstunde und näher als zwei Meter Kontakt hatten, infizierten sich mit einer Wahrscheinlichkeit von 15 %.

Gemäss einer Studie des Universitätsspitals HUG im Mai haben in Genf 10 Prozent der Bevölkerung Antikörper – Spitalangestellte waren nur zu 6 Prozent betroffen, was bedeutet, dass sie sich besser schützen konnten als die Bevölkerung. Aus dem HUG wird eine neue Studie am Freitag publiziert.

Für die Deutschschweizer Kantone heisst das wohl: Auch dort wurden nicht mehr als 10 Prozent infiziert, denn in der Westschweiz gab es besonders viele Fälle. Resultate aus dem Kanton Tessin stehen noch aus.

Die sogenannte Seroprävalenz ist die Messung von Antikörpern im Blut. Wie lange und wie stark die Antikörper jedoch gegen eine neue Infektion schützen, ist nicht bekannt. Bei anderen Coronaviren dauert die Immunität nur über eine gewisse Zeit an

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