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Die neue Switch OLED von Nintendo ist da – doch muss Super Mario noch schärfer sein?

Wer schon eine alte Switch hat, wird sich jetzt kaum eine neue kaufen, dafür ist der technische Fortschritt zu klein. Doch die neue Switch OLED überzeugt trotzdem.

Raffael Schuppisser
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Bild: zvg

Stellen Sie sich vor, Apple hätte seit vier Jahren kein neues iPhone mehr herausgebracht und würde dann nur das Display verbessern. Unvorstellbar! Der Konzern wäre bankrott. Nintendo hat bei seiner Spielkonsole genau das gemacht, und die Fans jubeln über die Switch OLED. Nintendo ist der einzige Tech-Konzern, der sich dem technischen Fortschritt verweigert.

Bill Gates hat den Satz geprägt: «Content is king.» Nintendo lebt ihn. Was letztlich zählt, sind Inhalte. «Super Mario», «Zelda», «Pokémon» – all diese Spiele gibt es bei der Konkurrenz nicht, zumindest nicht richtig. Und sie sind so gut, dass es egal ist, dass die Grafik im letzten Jahrtausend hängen geblieben ist.

Zeit für ein Geständnis: Als Nintendo vor knapp fünf Jahren die Switch vorstellte, war ich skeptisch: Braucht es noch eine tragbare Spielkonsole, wenn wir alle einen Highend-Rechner namens Smartphone in der Tasche haben?

Nun weiss ich: Es braucht sie! Auch wenn Super Mario mittlerweile über iPhone-Displays hüpft, grosses Kino gibt es nur auf der Nintendo-Konsole. Soft- und Hardware fusionieren hier und heben das Spiel­erlebnis in eine andere Sphäre.

Und was bringt eine Nintendo- Konsole mit einem besseren Display? So gut wie nichts. ­Niemand, der eine Switch hat, wird sich das Upgrade leisten. Ausser die Nintendo-Jünger und -Jüngerinnen – gemeint sind Follower, die keine Fragen stellen. Analog zu den Apple-Fanatikern, die jedes Jahr ein neues iPhone kaufen. Immerhin: Nintendo-Follower leben günstiger.

Die Kurzübersicht.

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Montage: CHM
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