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Wie schwer dürfen Kinder tragen und wie? Das sagt der Orthopäde zum ersten Schulthek

Wie schwer dürfen Kinder tragen und wie? Das sagt der Orthopäde zum ersten Schulthek

Das Gesundheitsmagazin CheckUp hat eine Mutter und ihren Sohn zum Schulthek-Kauf und zum Kinderorthopäden begleitet.

Nicht selten haben Primarschüler Rückenschmerzen. Das rät der Kinderorthopäde Eltern, Göttis oder Gottis bei der Auswahl des richtigen Schultheks für angehende Erstklässler.

Der Übertritt vom Kindergarten in die Schule kann sich auf den Rücken der Kinder auswirken. Rückenschmerzen bei Erstklässlern haben laut dem Aarauer Kinderorthopäden Bernhard Speth vor allem einen Grund: «In der Schule bewegen sich die Kinder tendenziell weniger als im Kindergarten.» Diese Untrainiertheit könne zu Rückenschmerzen führen. Gerade, wenn auch der neue Schulthek nicht passt oder zu schwer beladen ist.

Worauf also achten beim Rucksack-Kauf? Der Schulsack muss zu den Massen des Kindes passen und sollte sich im Idealfall anpassen lassen. Gewisse Modelle wachsen mit dem Rücken der Kinder mit und können so bis zur vierten Klasse getragen werden. Viele haben Brust- und Hüftgurte. Erstere verhindern, dass die Träger über die Schultern rutschen, Letztere verteilen das Gewicht von Schultern und Rücken auf die Hüfte.

Nicht mehr als 10 Prozent

Beim Gewicht gilt der Grundsatz: Ein Kind sollte nicht mehr als zehn Prozent seines eigenen Gewichts am Rücken tragen. Läuft ein Kind vornübergebeugt oder klagt über taube Finger, ist die Last am Rücken zu gross. 

Natürlich spielt für das Kind auch das Aussehen des Modells eine Rolle – und nicht zuletzt, dass es den neuen Schulsack auch befüllt problemlos selbstständig anziehen kann. (smo)

Gesundheitsmagazin CheckUp jeden Montag um 18.20 Uhr mit stündlichen Wiederholungen – auf Tele Züri und Tele M1.

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