Cybathlon im Zürcher HB

Hier zeigen Menschen mit Behinderungen, was mit technischen Hilfsmitteln alles möglich ist

Mit einem elektrischen Rollstuhl eine Treppe bewältigen oder mit einer Handprothese Gegenstände in einer Kiste ertasten: Im Rahmen des Leichtathletik-Meetings Weltklasse Zürich haben sich im Zürcher HB Menschen mit Behinderungen in verschiedenen Disziplinen gemessen.

Beim so genannten Cybathlon zeigten Menschen mit Behinderungen am Dienstagnachmittag, was mit technischen Hilfsmitteln heute bereits möglich ist - und was aber auch nicht.

Jeweils zwei Teams traten in vier Disziplinen gegeneinander an. In einem Geschicklichkeitsparcours mit Hand- oder Armprothesen mussten etwa Gegenstände in einer Kiste erfühlt werden. Menschen mit Beinprothesen absolvierten einen trickreichen Hindernisparcours und Fahrer von Elektro-Rollstühlen bewältigten eine Treppe.

In der vierten Disziplin waren schliesslich robotische Exoskelette gefordert. Das sind Roboteranzüge, die dem Träger Bewegungen erlauben, die er sonst wegen seiner Behinderungen nicht schaffen würde. Beim Cybathlon mussten sich die querschnittgelähmten Athleten zum Beispiel in einen Sessel setzen und wieder aufstehen.

Alle diese Aufgaben haben eines gemeinsam: Sie stellen für Menschen mit Behinderungen eine Hürde dar, heisst es in einer Mitteilung der ETH Zürich vom Dienstag. Mit dem Cybathlon will die Hochschule einerseits die Entwicklung technischer Assistenzsysteme mit den Betroffenen zusammen weiterentwickeln, andererseits aber auch die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren.

Die ETH arbeitet seit Längerem mit Weltklasse Zürich zusammen. Seit der ersten Austragung der Cybathlon-Wettkämpfe im Jahr 2016 steht der Veranstalter des Leichtathletik-Meetings der ETH beratend zur Seite. Die Wettkämpfe der Weltklasse-Athleten finden am Donnerstagabend im Zürcher Letzigrund statt.

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