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Ein kleineres Display fürs iPhone SE – hatte Steve Jobs doch recht?

Das iPhone ist wieder klein und handlich geworden. Trotz neuster Technik stösst man damit im Alltag allerdings an Grenzen.

Raffael Schuppisser
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Die iPhone-Familie: 6 Plus, 6 und SE.

Die iPhone-Familie: 6 Plus, 6 und SE.

Ein Smartphone darf nur so gross sein, dass sich jeder Punkt auf dem Display bequem mit dem Daumen erreichen lässt. Diesem Prinzip blieb Steve Jobs treu – auch dann noch, als die anderen Hersteller mit ihren grossen Geräten die Gunst der Kunden eroberten. Erst unter Tim Cook wurde das iPhone auf die neuen Nutzerbedürfnisse angepasst.

Mit dem iPhone SE hat Apple nun wieder ein Gerät mit einem kleinen 4-Zoll-Display (10 cm) auf den Markt gebracht – und dabei offenbar einen Nerv getroffen. Im amerikanischen Apple-Store ist das Smartphone bereits ausverkauft. Hatte der grosse Steve doch recht, wusste der Apple-Gründer besser, was die Kunden eigentlich wollen, als diese selber?

Auf jeden Fall fühlt es sich gut an, wenn man das neue iPhone in die Hand nimmt: Angenehm leicht und handlich ist es. Eine Textnachricht lässt sich einhändig und im Gehen tippen. In die Hosentasche passt das Telefon so gut, dass man gar nicht mehr merkt, dass man es dabei hat. Ausserdem sieht es auch sehr chic aus mit den scharfen Kanten und der zweifarbigen Rückseite.

Das billigste iPhone

Von aussen ist das iPhone SE kaum vom iPhone 5 aus dem Jahr 2012 zu unterscheiden. Im Innern steckt aber grösstenteils die Technik der letztjährigen 6s-Serie. Und dennoch werden einem die Grenzen des Geräts rasch aufgezeigt: Im Netz zu surfen und Artikel auf Nachrichtenportalen zu lesen, ist kein Genuss. Anhänge von E-Mails zu studieren, erweist sich als mühsam. Schnell merkt man wieder, warum man sich so mühelos an einen grossen Bildschirm gewöhnt hat.

Für Nutzer jedoch, die das Smartphone vor allem zum Telefonieren und Textnachrichten schreiben brauchen und ab und zu Facebook checken und Fotos schiessen wollen, ist das iPhone SE definitiv eine gute Wahl. Mit einem Einstiegspreis von 479 Franken ist es ausserdem so billig, wie kein iPhone zuvor. Kurz: Das neue Gerät ist eine sinnvolle Erweiterung des Apple-Portfolios.

Steve Jobs war überzeugt, zu wissen, was die Kunden wollen, doch Tim Cook weiss es besser: Sie wollen eine Auswahl haben.

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