Die Schweiz ist in Sachen Internetsicherheit unterdurchschnittlich! Das behauptet Google mit einer repräsentativen Studie. Anlässlich des diesjährigen Internet Safer Day, der am 5. Februar 2019 stattfindet, hat der Konzern im Dezember 2018 und Januar 2019 Personen aus 20 Ländern zum Thema Internetsicherheit befragen lassen.

Laut Google wissen Schweizer zwar gut über Sicherheitsfragen Bescheid, bei der Umsetzung schneide unser Land dann aber doch unterdurchschnittlich ab. Vor allem im Bereich des Phishings würden Schweizer mit 47 Prozent häufiger Opfer als der europäische Durchschnitt von 45 Prozent. Damit liegt die Schweiz hinter Ländern wie Finnland, Deutschland und Polen.

Erfreulich ist, dass die Schweiz bei Fragen zum Thema Passwortschutz etwas fitter ist, als viele europäische Länder. Dennoch gibt es auch hier noch viel Aufholbedarf bei der Umsetzung, denn der Anteil der Schweizer User, welche einfachste Sicherheitsmassnahmen für ihr Passwort anwenden, liegt teilweise weit unter 50 Prozent.

Darum solltest du jetzt unbedingt die folgenden drei Sicherheitsmassnahmen umsetzen, wenn du es noch nicht getan hast!

1. Nutze für dein E-Mail-Konto ein einzigartiges und besonders sicheres Passwort

Am Sichersten ist es, wenn man für jedes Login ein eigenes Passwort hat. Diese einfache Sicherheitsmassnahme halten aber nicht immer alle ein. Achte aber unbedingt darauf, dass zumindest das Passwort für deinen E-Mail-Account einzigartig und absolut sicher ist.

Warum? Bei vielen Diensten kann man das Passwort zurücksetzen, indem man sich einen Link an die eigene E-Mail-Adresse schicken lässt, mit dem man dann ein neues Passwort erstellen kann. Hat also jemand den Zugang zu deinem E-Mail-Konto, kann derjenige sich auch problemlos den Zugang zu vielen deiner anderen Konten verschaffen.

2. Aktiviere wo immer möglich die zweistufige Anmeldung (Zwei-Faktor-Authentifizierung)

Auch wenn das manchmal etwas nervt: Die Zwei-Faktor-Authentifizierung erhöht die Sicherheit deines Logins enorm. Heutzutage muss man meistens seine Handy-Nummer angeben. Möchte man sich dann einloggen, kommt man erst in das Konto rein, wenn man einen Code eingegeben hat, den man per SMS zugeschickt bekommt.

Wer seine private Handy-Nummer nicht preisgeben will, kann sich ganz einfach eine zweite SIM-Karte besorgen. Viele Smartphones haben heutzutage zwei SIM-Kartenslots – man muss dann also nicht einmal das Handy wechseln.

Alternativ bieten auch immer mehr Websites die Authentifizierung via spezieller Apps an. Dabei wird der nötige Code per Zufall generiert und muss innerhalb einiger Sekunden eingegeben werden, bevor er ungültig wird. Eine beliebte App dafür ist der Google Authenticator.

3. Benutze einen Passwortmanager

Wenn man für jedes Login ein anderes Passwort verwendet, sammelt sich ganz schön etwas an. Damit man sich nicht jedes Passwort merken muss und diese trotzdem immer dabei hat, gibt es sogenannte Passwortmanager. Diese kümmern sich automatisch um das Erstellen und Ausfüllen von Passwörtern. Die Programme funktionieren heutzutage plattformübergreifend auf Desktops und tragbaren Endgeräten. Empfehlenswert sind Last Pass1Password und – für ambitioniertere User – das Open-Source-Programm Keepass.

Alle Passwörter sollte man seinem Passwortmanager allerdings nicht anvertrauen. Mindestens das Passwort für die E-Mail-Adresse merkt man sich besser im Kopf.

Wem das alles zu kompliziert ist, der findet vielleicht dieses Flussdiagramm hilfreich: