Apple Watch

Schon beim ersten Date landeten wir zusammen im Bett

Lang ersehnt, endlich da: Die Apple-Watch.

Lang ersehnt, endlich da: Die Apple-Watch.

Endlich gibt es die Uhr von Apple auch in der Schweiz. Wir hatten ein erstes Date mit ihr. Dabei ist es zu intimen Momenten gekommen.

Ich habe schon ein paar gehabt. Mit der einen verstand ich mich ganz gut, sie war mir aber einfach zu gross. Die andere hat mich optisch angesprochen, ihre Marotten waren aber nicht auszuhalten. Bisher hat noch keine Bindung zwischen mir und einer Smartwatch länger als ein paar Wochen gehalten.

Doch mit ihr soll alles anders werden. Denn die Apple Watch ist anders, sie überstrahlt alle anderen intelligenten Uhren. Für die Apple Watch kam es am ersten Tag zu so vielen Vorbestellungen, wie Uhren mit dem GoogleBetriebssystem Android in einem ganzen Jahr gekauft wurden. Lange bevor die Apple Watch im Laden war, las man über sie im Netz. Sie war uns quasi so nah und doch so unerreichbar fern. Jetzt ist sie da. Und natürlich bin ich da ein bisschen stolz, eine zu haben.

Meine Apple Watch ist aus Edelstahl gefertigt und hat ein Saphirglas. (Es gibt noch eine billigere Variante aus Aluminium und eine zum Protzen aus Gold.) Als ich die Uhr zum ersten Mal in die Hand nehme, bin ich angenehm überrascht. Andere Smartwatches sind viel leichter, als sie aussehen, und fühlen sich am Handgelenk billig an; die Apple Watch ist schwerer, als sie aussieht. Wie bei einem Schmuckstück gibt das ein Gefühl von Hochwertigkeit.

Edel und gleichzeitig raffiniert konstruiert, ist das Lederarmband, für das ich mich entschieden habe. (Es gibt auch welche aus Plastik und aus Edelstahl.) Das Armband lässt sich dank eines magnetischen Verschlusses stufenlos auf jedes Handgelenk anpassen. Dass noch kein Uhrenhersteller zuvor darauf gekommen ist?

Ja, ich schlafe mit ihr

Man merkt schnell, dass die Apple Watch mit viel Liebe zum Detail designt worden ist. Da ist etwa die fürs Digitalzeitalter weiterentwickelte Krone. Die kleine Schraube, mit der man bei herkömmlichen Uhren die Zeit einstellen kann, ist bei anderen Smartwatches oft bloss Attrappe. Bei Apple kann man damit durch Menüs scrollen, ohne dass man mit dem Finger das Display abdeckt. Drückt man einmal kurz drauf, kommt die Auswahl der Apps zum Vorschein. Das ist alles ausgeklügelt.

Der optische Gesamteindruck stimmt. Die Proportionen sind ausgewogen; die Uhr wirkt am Handgelenk diskret und ist dennoch ein Blickfang. Man zeigt sich gerne mit ihr. Wir haben auch unsere intimen Momente: Sie misst mir den Herzschlag, sie sagt mir, dass es gut wäre, wenn ich mich wieder einmal vom Bürostuhl erheben würde, und sie lobt mich, wenn ich joggen gegangen bin. Und ja, ich schlafe mit ihr – weil es prickelnd ist, sich mit einem kribbelnden Vibrieren am Handgelenk wecken zu lassen.

So schön die ersten Stunden mit ihr auch waren, bereits jetzt habe ich ein Problem mit ihrer Figur – äh pardon: Form. Es mag Geschmackssache sein, doch ich stehe nun mal mehr auf Kurven als auf Kanten. Rund statt viereckig würde mir die Apple Watch besser gefallen.

Für die Fertigung des Displays mag diese Form anspruchsvoller sein, doch andere Hersteller haben bereits gezeigt, dass Smartwatches auch rund sein können. Es wäre aber schade, sich wegen der Form nicht auf sie einzulassen. Bei einer Langzeitbeziehung zählen schliesslich nicht nur Äusserlichkeiten, sondern auch die inneren Werte. Diese zeigen sich allerdings meistens erst nach einer gewissen Zeit. Deshalb: Fortsetzung folgt.

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