Den Italienern sei Dank: Ihr wohl wichtigstes kulinarisches Kulturgut, die Pasta, hat unseren Menüalltag schon viele Male bereichert. Auf der Pasta-Hitliste der Schweizer seit Jahrzehnten ganz oben: Spaghetti Bolognese und Carbonara, Spaghetti mit Pesto, Nüdeli mit Tomatensauce und der Hörnlisalat. Der Gourmet, ein Gewohnheitstier.

Wer allerdings denkt, er esse bei ersterem Gericht original italienisch, hat sich geschnitten: Unsere geschätzten Nachbarn im Süden verzehren den groben Sugo niemals mit Spaghetti oder einer anderen langen Pasta. Eine Todsünde fast schon, genauso wie die Pizza Hawaii.

Denn die Grundregel besagt: Flüssige Sauce serviert man mit langer, dünner Pasta – also zum Beispiel Spaghetti, Linguine, Bucatini oder Bavette –, dickflüssige und stückelige Saucen wie eben die Bolognese derweil mit kurzer Pasta, wie etwa Rigatoni, Penne, Farfalle, Trofie oder Orecchiette. Kleinpasta wie Stelle (Sternchen) oder Risoni hingegen können sich sowohl flüssigen als auch dickeren Saucen anpassen.

Lauwarm und leicht

Auch der Hörnlisalat ist eine Schweizer «Erfindung». Die Italiener servieren Pastasalat nämlich anstatt mit Cervelat-, Gruyère- und Essiggurkenstückchen lieber mit grilliertem Gemüse und in reichlich Olivenöl geröstetem Brot – Croutons, wie wir sagen.

Und im Sommer ist selbst ihnen eine dampfende Tomatensauce zu viel. Dann werden die Teigwaren oftmals nur lauwarm mit einer leichten und erfrischenden Zitronensauce serviert.
Schliesslich gibt es unzählige Arten von Pesto – warum also nicht einmal das Original mit Basilikum und Pinienkernen links liegen lassen?

Wir lieben zum Beispiel ein Pesto, dessen Grundlage Baumnusskerne sind. Kombiniert mit getrockneten Tomaten, ist das Gericht eine Wucht. Wir haben uns für Sie an den Herd gestellt und ganz eigene Alternativen zu Bolognese, Pesto, Tomatensauce und Hörnlisalat ausgetüftelt.

Alles ziemlich leichte Kost, passend zum Sommer: Unter den Vollkornpasta-Salat etwa mischen wir kalorienarmen Hüttenkäse und geben ihm mit Pak Choi eine exotische Note. Das Hackfleisch der Bolognese ersetzen wir mit Wurstbrät der Bauernbratwurst, die normalerweise auf dem Grill landet, und lassen es im Rotweinsud einkochen. Und statt Tomatensauce gibt es Fenchel aus dem Ofen mit frischer Zitrusnote.

Mit diesen vier Gerichten werden Sie Ihre Gäste angenehm überraschen – und hoffentlich auch sich selbst.

Nüdeli mit Rotwein-Salsiccia-Sauce

Spaghetti mit Baumnusspesto

Orecchiette mit geröstetem Zitronenfenchel

Vollkornfusilli-Salat mit Croutons