1 VIRUS – 100 SCHICKSALE
«Hätte ich sterben müssen, dann hätte ich dies akzeptiert – ich hatte ein schönes Leben»: Hans Gerhard Dahm (72), Rentner aus Schattdorf

Im März infizierte sich der 72-jährige Hans Gerhard Dahm mit dem Coronavirus. Es folgten ein monatelanger, harter Kampf gegen die Krankheit – und ein Happy End.

Pascal Linder
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Hans Gerhard Dahm aus Schattdorf.

Hans Gerhard Dahm aus Schattdorf.

Bild: Pius Amrein

«Im März, während der ersten Coronawelle, infizierte ich mich mit dem Coronavirus. Es folgte ein langer und schwerer Krankheitsverlauf. Ich verbrachte insgesamt 30 Tage im Spital – darunter zwölf Tage auf der Intensivstation. Ich wurde künstlich beatmet und mittels Magensonde ernährt. Das Virus führte bei mir zu starker Verwirrtheit. Dies ging so weit, dass ich Träume für echt hielt. Nach einem zweiwöchigen Aufenthalt im Kantonsspital Uri wurde ich in die neurologische Abteilung des Luzerner Kantonsspitals verlegt. Angst war bei mir nie ein Thema gewesen. Hätte ich sterben müssen, dann hätte ich dies akzeptiert – ich hatte ein schönes Leben. Heute geht es mir wieder ausgezeichnet, ich habe mich von der Krankheit erholt. Dies ist für mich nicht selbstverständlich. Zu Beginn fühlte ich mich sehr schwach und ich habe insgesamt 14 Kilogramm abgenommen. Seit meiner Genesung hat sich meine grundsätzliche Einstellung zum Leben verändert – vieles schätze ich noch mehr als je zuvor.»

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