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Verbale Ohrfeigen garantiert: Hazel Brugger moderiert die Swiss Music Awards

Hazel Brugger.

Hazel Brugger.

Comedystar Hazel Brugger wird die Swiss Music Awards in Luzern moderieren. Das könnte sehr gut werden.

Das kann und soll böse enden: Hazel Brugger moderiert in diesem Jahr die Swiss Music Awards. Damit ist den Machern ein Coup gelungen. Die 26-jährige Zürcherin begeistert mit ihrem Comedyprogramm in sämtlichen deutschsprachigen Ländern und hat regelmässig Fernsehauftritte in der «heute-­show». Dabei nimmt Brugger kein Blatt vor den Mund und schreckt auch vor Witzen, die wehtun, nicht zurück.

Ein Coup ist es deshalb, weil die Swiss Music Awards eigentlich ein glattgeschliffener Anlass sind, der Wert darauf legt, so wenig wie irgendwie möglich anzuecken. Das spürte man jeweils auch in den Moderationen. 2019 amtete etwa Stefan Büsser als Host. Und er hielt es unter anderem für lustig, dass er auch mal nur in einer vermeintlich witzigen Unterhose auf der Bühne moderierte. Hazel Brugger wird an derselben Stelle, das ist jedenfalls ziemlich sicher, die Hosen nicht runterlassen – das hat sie schlicht und einfach nicht nötig.

Einige verbale Ohrfeigen werden schon verteilt

Was sie aber genau machen und sagen wird, darüber hüllt sie sich derzeit noch in Schweigen. Interviews zu den Swiss Music Awards will sie noch keine geben. Immerhin: Ein paar Zitate bekommt man dann doch noch zugeschickt. Unter anderem dieses: «Der Abend mit mir wird sicher lustig, aber es wird kein Pointen-Gemetzel sein, denn schliesslich geht es nicht um mich.»

Verbale Ohrfeigen garantiert: Hazel Brugger moderiert die Swiss Music Awards

«Wer denkt, es wird trocken und glamourös, sollte vielleicht nicht einschalten»: Hazel Brugger.

 

Wo Hazel Brugger draufsteht, da wird aber auch Hazel Brugger drin sein. Und bei Hazel Brugger erwartet man einige kleinere und grössere Bösartigkeiten. Gerade in der «heute-­show» führt sie regelmässig Politiker vor, und im Beschrieb zu ihrem neuen Bühnenprogramm «Tropical» heisst es: «Dort, wo es wehtut, fängt das Lachen erst richtig an.» Einige verbale Ohrfeigen werden also wohl schon verteilt. Aber: «Es gibt natürlich schon Leute in dieser Szene, die man nicht mit Samthandschuhen anfassen sollte. Aber ich werde sicherlich keinem Preisträger oder keiner Preisträgerin eine Torte ins Gesicht werfen», so Brugger.

Eicher erhält den Preis für sein Lebenswerk

Das deutet darauf hin, dass es keine Abrechnung à la Ricky Gervais wie am Sonntagabend bei den Golden Globes gibt. Dieser hatte sich in knapp acht Minuten ohne Rücksicht auf Verluste durch die Hollywood-Elite geberserkert.

Dagegen wirkt selbst Brugger, immerhin angeblich die «böseste Frau der Schweiz» («Tages-Anzeiger»), recht brav. Dafür mag Brugger Musik, wie sie sagt: «Musik ist eine sehr schöne Kunstform. Sie schafft es, in wenigen Minuten sehr viele Emotionen auszudrücken. Ich glaube, dass alle Comedians gerne Musiker wären. Aber sie können nicht genügend gut singen, deshalb erzählen sie Witze.»

Die Swiss Music Awards finden am 28. Februar statt. Zum zweiten Mal in Folge im Luzerner KKL. Zuvor fand die Veranstaltung elf Jahre in Zürich statt – zuletzt im Hallenstadion, wo es auch ein öffentlicher Publikumsanlass war. Für den Event in Luzern kann man derzeit keine Tickets kaufen. Noch ist unklar, ob wiederum beide Säle bespielt werden, oder nur – wonach es derzeit aussieht – der Konzertsaal. Tickets kann man dagegen für den 27. Februar – ebenfalls im KKL – kaufen. Dann spielt Stephan Eicher. Bevor er einen Tag später an den Swiss Music Awards den «Outstanding Achievement Award» erhält. Was etwas verklausuliert eine Auszeichnung für das Lebenswerk bedeutet.

Die ersten Nominierten stehen fest

Und mit eben diesem Lebenswerk tritt der Berner Weltenbürger auf. Er verspricht eine «exklusive Revue mit namhaften Freunden». An anderer Stelle spricht er von einer «Chilbi». Als Eicher kürzlich eine «Carte Blanche» zur Wiedereröffnung des Casino Bern erhielt, spielte er mit allerlei Gästen (Martin Suter, Jeans for Jesus, Traktorkestar und viele mehr) vier Stunden lang. Es soll, so berichten Dabeigewesene, irgendwo zwischen grossartig und überfordernd gewesen sein. Bleibende Eindrücke hat es aber allemal hinterlassen. Tickets für die Show im KKL sind erhältlich.

Auch die ersten Nominierten für die Awards stehen fest: Luca Hänni mit «She Got Me», Loco Escrito mit «Punto» und Patent Ochsner mit «Für Immer Uf Di» duellieren sich in der Kategorie «Best Hit». Der Sieger wird bei der Preisverleihung mittels Live-Voting bestimmt. In der Kategorie «Best Album» dürfen sich Göla & Trauffer, Patent Ochsner sowie Kunz über eine Nomination freuen.

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