Zahlreiche Schaulustige verfolgten auf dem Schlossberg und in der Innenstadt gebannt den waghalsigen Spaziergang. Nock, der mit der Aktion für das Gastspiel des Zirkus Knie in Thun warb, brauchte für die 160 Meter zwischen den beiden Türmen knapp elf Minuten.

Dann brandete ihm der warme Applaus des sichtlich erleichterten Publikums entgegen. Anschliessend spazierte Nock auf dem 14 Millimeter dicken Seil zurück zur Schlosskirche.

Auf dem Rückweg musste er mehrmals stärker ausbalancieren, was im Publikum einige Adrenalinschübe auslöste. In der Mitte des Wegs legte sich der Artist als Show-Einlage auch noch kurz auf den Rücken. Um 17.20 Uhr war das Spektakel vorbei - gerade rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit.

Der Tanz auf dem hohen Seil erregte grosses Aufsehen. Der Thuner Stadtrat unterbrach sogar seine Sitzung, damit die Politiker das Spektakel mitverfolgen konnten.

Der diesjährige Knie-Gastartist Freddy Nock hat schon in anderen Städten spektakuläre Auftritte absolviert. So überquerte er im vergangenen Frühling das untere Zürichseebecken.