Ein Videorundgang durch die Ausstellung «Andy Warhol Pop-Art Identities» in Montreux.

Keystone SDA

Pop-Art
Er machte die Tomatensuppe zur Ikone – grosse Andy-Warhol-Schau in Montreux

Ohne Andy Warhol ist Pop-Art kaum zu denken. Nun geht eine Ausstellung in Monteux auf die Spurensuche nach der Person hinter dem Künstler.

Anna Raymann
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Die Strohblonden Haare stehen in alle Richtungen ab, das Gesicht darunter blass, oft mit grosser Brille und Rollkragenpullover. Andy Warhol, der Künstler, der alle Popstars von Marilyn Monroe bis Mickey Mouse auf die Leinwand gebracht hat, ist selbst eine Pop Ikone. Populär und zugleich provokativ prägte er wie kein anderer die Pop-Art.

Mit der schier endlosen Reproduzierbarkeit durch das Siebdruckverfahren in seiner «Factory» trat Warhol eigentlich als Autor seiner Werke zurück. Bekanntheit erreichte er damit erst recht, seine Kunst eignete sich zum Massenphänomen. Noch heute wird sie vielfach kopiert, auf T-Shirts und Tassen kopiert.

Vom Werbegrafiker zum weltberühmten Künstler

Geboren und aufgewachsen ist «Andrew Warhola» in den 1920er Jahren in Pittsburgh, Pennsylvania. Seine Jugend verbrachte er in einer einfachen Arbeiterfamilie, bevor er nach seinem Studium zum Verbrauchsgrafiker 1949 nach New York zog – und der Kunstszene seinen unverwischbaren Stempel aufdrückte.

In Montreux sind nun 160 Originalwerke von Andy Warhol zu sehen: Unter ihnen Campell’s Tomatensuppe und Mao, aber auch bisher unveröffentlichte Filme. Der argentinische Kurator Maurizio Vanni holt sie unter dem Titel «Andy Warhol – Pop-Art Identities» ins Auditorium Stravinski. Und um jene Identität – oder sind es Identitäten – geht es in der Ausstellung. Antworten müssen Andys Ikonen geben.

Montreux ist als Standort nicht zufällig gewählt. 1986 besuchte Haring Das Jazz Festival gemeinsam mit seinem Kollegen Keith Haring und hinterliess auf dem Festivalplakat seine Unterschrift.

«Andy Warhol – Pop-Art Identities»: 10.6.–29.8. Auditorium Stravinski, Montreux